Erkunden Sie die Hansestadt Wipperfürth
Ploennies

Urkundlich erstmals erwähnt im Jahre 1131, blickt Wipperfürth heute auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Ihren Namen verdankt die Stadt einer Furt durch die hier noch Wipper genannte Wupper. An dieser Furt als Schnittpunkt der bedeutsamen Handelswege von Köln ins Westfälische und vom Siegerland ins untere Wuppertal entwickelte sich rasch ein lebhafter Handels- und Umschlagplatz.

Urkundlich erstmals erwähnt im Jahre 1131, blickt Wipperfürth heute auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Ihren Namen verdankt die Stadt einer Furt durch die hier noch Wipper genannte Wupper. An dieser Furt als Schnittpunkt der bedeutsamen Handelswege von Köln ins Westfälische und vom Siegerland ins untere Wuppertal entwickelte sich rasch ein lebhafter Handels- und Umschlagplatz. Weil die Wupper auch eine wichtige Energiequelle darstellte, folgte dem Handel schon bald die eigene Herstellung von Tuchen und Metallwaren. Wipperfürther Tuche waren in früheren Jahrhunderten ein Markenzeichen.

Blütezeit und Wohlstand fanden ihren Ausdruck in der Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1217, womit Wipperfürth die älteste Stadt im gesamten Bergischen Land ist. Graf Engelbert von Berg, gleichzeitig Erzbischof von Köln, gilt als der Stadtgründer.

Wipperfürth als Hansestadt ist insbesondere hervorgegangen aus den Wipperfürther Hansekaufleuten de Wolde, die im 14. Jahrhundert gemeinsam mit Kölner, Dortmunder und Attendorner Kaufleuten. auftraten und deren Name in zahlreichen Listen über Zollauszahlungen, Stapelabgaben, Darlehen und Zollpfändungen wiederzufinden ist. Dass die Grafen von Berg ab 1275 etwa 100 Jahre lang in Wipperfürth Münzen prägen ließen, unterstreicht die damalige Bedeutung Wipperfürths. Bis ca. 1450 zeugte der Erfolg der Tucherzeugnisse im mittelalterlichen Handel sowie die Gründung einer eigenen Handelsniederlassung in Nowgorod von der wirtschaftlichen Kraft der Hansestadt Wipperfürth.

Soviel Tradition verpflichtet zum pfleglichen Umgang mit dem historischen Erbe, das in Wipperfürth sorgsam bewahrt wird: die Pfarrkirche, der historische Marktbrunnen, dessen Ursprung auf das Jahr 1331 zurückgeht,und die Reste der alten Stadtmauer sind die auffälligsten steinernen Zeugen der langjährigen Stadtgeschichte.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Stadt mehrfach durch Feuersbrunst, Plünderungen und Repressalien infolge kriegerischer Ereignisse ganz oder teilweise zerstört, zuletzt 1795. Trotz aller Schicksalsschläge ließ sich aber die Bevölkerung Wipperfürths nie unterkriegen und schaffte immer wieder einen Neuanfang.

Ihre einstmalige Bedeutung ist auch daran zu erkennen, dass Wipperfürth ab 1816 auch Kreisstadt war. 1932 wurde der Kreis Wipperfürth aufgehoben und mit dem früheren Kreis Mülheim zum Rheinisch-Bergischen Kreis vereinigt. Bei der kommunalen Neugliederung im Jahre 1975 wurde Wipperfürth mit den ländlich strukturierten Gemeinden Klüppelberg und Wipperfeld zu einer neuen Stadt zusammengeschlossen und dem Oberbergischen Kreis mit der Kreisstadt Gummersbach zugeordnet. Von den heute rund 23.500 Einwohnern (auf 118,16 qkm) lebt etwa die Hälfte in der Innenstadt mit den angrenzenden Wohnsiedlungen, die andere Hälfte im weiten Umland mit seinen Kirchdörfern, Weilern und Höfen.

Seit März 2012 trägt Wipperfürth mit Genehmigung des Ministeriums für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalens die offizielle Bezeichnung „Hansestadt“.


Das heutige Wipperfürth

Wipperfürth ist ein Mittelzentrum mit einem Einzugsbereich von 50.000 Einwohnern. Die Stadt hat seit 1991 den Status einer mittleren kreisangehörigen Stadt mit u.a. eigener Bauaufsichtsbehörde und eigenem Jugendamt. Wipperfürth erfüllt als Behörden- und Dienstleistungszentrum sowie Schulstadt Funktionen, die weit über die Stadtgrenzen hinausgehen. So beherbergt die Stadt das Amtsgericht, das Finanzamt, die Polizeiinspektion, ein Jobcenter, ein Notariat, eine Prüfstelle des Technischen Überwachungsvereins und ein Krankenhaus mit 190 Betten.

Neben sieben Grundschulen findet man hier Hauptschule, Realschule, zwei Gymnasien, das Berufsschulzentrum des Kreises mit integrierter Fachoberschule sowie zwei Förderschulen. Der Fort- und Weiterbildung dienen eine Familienbildungsstätte, die örtliche Abteilung der Kreisvolkshochschule, die Stadtbücherei, fünf katholische öffentliche Büchereien und eine Musikschule mit einem breit gefächerten Angebot. In insgesamt 13 Kindergärten werden die Jüngsten spielerisch auf den Ernst des Lebens vorbereitet.

Wipperfürth mit seinen 7.500 Arbeitsplätzen ist ein starker Wirtschaftsstandort in der Region mit vornehmlich mittelständischen Industrie- und Handwerksbetrieben, aber auch mit Handel und Dienstleistung. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region ist nach wie vor die leistungsfähige Landwirtschaft. Die Innenstadt ist ein beliebtes Einkaufszentrum mit einem breit gefächerten Angebot von Einzelhandelsgeschäften, Kaufhäusern, Verbrauchermärkten und einem Baumarkt. Jeden Freitag lockt ein gut sortierter Wochenmarkt Kunden aus nah und fern nach Wipperfürth.

Gute Anbindungen an die A1, A3, A4 und A45 machen Wipperfürth zum Bindeglied zwischen den Metropolen an Rhein und Ruhr. Von hier aus sind Sie schnell in den benachbarten Großstädten. Wipperfürth verfügt über einen eigenen Verkehrslandeplatz für Motorflugzeuge. Die Flughäfen Köln/Bonn (ca. 50 km entfernt) und Düsseldorf (ca. 60 km entfernt) sind schnell erreichbar.


Freizeit und Erholung

Die Stadt ist geprägt von einem hohen Naherholungswert in einer reizvollen und weitgehend unzerstörten Mittelgebirgslandschaft und einer hohen Lebensqualität. Mehrere Talsperren sind beliebte touristische Anziehungspunkte und Naherholungsziele. Mehr als ein Viertel der Fläche ist Waldgebiet. Gut ausgebaute Wanderwegenetze mit Wanderparkplätzen und Radwanderwege öffnen die Landschaft für Wanderer und Freizeitsportler. Schwimmbad mit Sauna, Sportarena, Reitanlagen, Tennis- und nahegelegene Golfplätze laden zur aktiven Freizeitgestaltung ein. In den zahlreichen gemütlichen Restaurants, Cafés, Eisdielen und Gaststätten – viele mit Außengastronomie und Biergarten – lässt es sich in angenehmem Ambiente gut verweilen. Wipperfürth hat nach Düsseldorf die zweitlängste Theke in NRW. Hier versteht man es, über das ganze Jahr hinweg richtig zu feiern, vom rheinischen Karneval über die Schützenfeste bis zum besinnlichen Weihnachtsmarkt.

Kräftig gefeiert wird, wenn der Einzelhandel Mitte Mai zum Hanse- und Frühlingsfest, am dritten Septemberwochenende zum Stadtfest und im November zum Mittelalterlichen Markt in die Innenstadt einlädt. Ausstellungen, Theaterveranstaltungen und Konzerte, insbesondere in dem Kultur- und Veranstaltungszentrum „Alte Drahtzieherei“ sind fester Bestandteil des kleinstädtischen Kulturlebens.

Weitere Informationen über Wipperfürth finden Sie auch im Internet auf unserer Homepage unter www.wipperfuerth.de. Schauen Sie doch einfach mal rein, was eine schöne mittlere Kleinstadt so zu bieten hat.


Bilder der Hansestadt Wipperfürth

Wipperfürth

Stadt Wipperfürth
Marktplatz 1
51688 Wipperfürth