Toruñ ist eine der schönsten Städte Polens. Malerisch auf beiden Ufern der Weichsel gelegen, an der Stelle, wo sich die uralten Handelsrouten kreuzten, pflegt seit fast 800 Jahren traditionelle Wirtschaftlichkeit und Weltoffenheit. Die gotische Bebauung der Thorner Altstadt, die 1997 in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der UNESCO eingetragen wurde, belegt die jahrhundertslangen wirtschaftlichen, kulturellen und intellektuellen Kontakte mit den fuhrendsten Städtebund Europas, die im Hanseatischen Städtebund vereint waren. Unter den prächtigen historischen Gebäuden Thorns kann bewundert werden: das altstädtische Rathaus, eines der stattlichsten, originellsten und am besten erhaltenen Rathäusern in Nordeuropa, in dem sich heutzutage das Bezirksmuseum befindet, Artushof - Ober Jahrhunderte hindurch im Geist der Zeit verschönert, einst Begegnungsstätte der Thorner Borger und Zeuge von so wichtigen historischen Ereignissen wie der Abschluß des II. Thorner Friedens von 1466, der den 13-Jährigen Krieg beendet hat. Heutzutage ein Kulturzentrum. Die Touristen lassen sich auch von altstadtischen Patrizierhäusern beeindrucken, die ein Beispiel der am besten erhaltenen Komplexe der gotischen Wohnarchitektur in Nordeuropa sind.

Beachtenswert ist auch das Haus "Zum Stern", dem die namhaften Eigentümer Zur Ehre gereichen u.a. im 15 Jh. - der italienische Humanist Philipp Kallimach. Heute befindet sich hier das Museum der Kunst des Fernen Ostens; Eskenhaus - umgebaut um die Wende des 18. und 19. Jh. zum Speicher, in dem sich jetzt die Außenstelle des Bezirksmuseums befindet; Kopernikushaus - ein stattliches Haus aus dem 15. Jh., wahrscheinlich die Geburtsstätte des großen Astronomen, in dem sich heutzutage das ihm gewidmete Museum befindet. Auf dem Neuen Markt wiederum zieht unsere Aufmerksamkeit die Gaststätte "Zur Blauen Schürze" ("Pod Modrym Fartuchem") mit der Barockausstattung und die Maurergaststätte, die heute Sitz der in Polen einmaligen Galerie und Zentrum der Künstlerischen Betätigung des Kindes ist. Die Schönheit von Thorn unterstreichen zahlreiche Kirchen, deren Silhouetten sich in das malerischen Stadtpanorama einfugen. Hier ist der Dom der Heiligen Johannes mit dem spatgotischen Tryptichon im Hochaltar und dem darüber hangenden Kruzifix aus dem 14. Jh. und im Presbyterium befindlichen Wandmalereien aus dem 14. Jh. mit dem Jüngsten Gericht und mit der Kreuzigungsszene sowie die Kopernikus Kapelle mit dem Epitaph von Nikolaus Kopernikus im Südschiff, die Jakobskirche, die zu den prächtigsten mittelalterlichen Gotteshäusern Nordpolens zahlt, die ehemalige Franziskanerkirche der Maria Himmel fahrt aus 14. Jh., das erste so weitläufige Gotteshaus in Pommerellen mit einer 27 m hohen Halle, die ehemalige evangelische Heilig-Geistkirche mit Rokokoausstattung. Thorner, die jahrhundertlang ihr Wohl ergehen in Anlehnung an die Bande mit den hervorragendsten Städten Europas gebaut haben, pflegen diese Traditionen auch heute. Davon zeugt die Mitgliedschaft im Bund der Neuen Hanse, die Zusammenarbeit mit den Zwillingsstädten: dem deutschen Göttingen, niederländischen Leiden, finnischen Hameenlinna, mit dem russischen Kaliningrad und dem slowakischen Cadca und mit dem Nordamerikanischen Philadelphien. Ein Ausdruck der Anerkennung dieser allseitigen Aktivitäten ist die Auszeichnung Thorns 2001 mit der Ehrenfahne des Europarates.

Thorn, die Geburtsstadt Nikolaus Kopernikus, ist heutzutage eines der angesehensten polnischen akademischen Zentren. Die nach dem großen Astronomen benannte Universität setzt die Traditionen der ehemaligen Stefan-Bathory-Universitat in Wilna fort, deren Professoren 1945 die Thorner Lehranstalt gegründet haben, indem sie hier ein vorzügliches Klima für wissenschaftliche Arbeit gefunden haben. Der Ertrag der sogenannten Thorner Konservierungsschule oder das Universitatszentrurn für Astronomie - um nur zwei Beispiele zu nennen - ist bekannt und wird in der Welt geschatzt. Thorn ist auch eine Stadt von Künstlern und Kulturanimateure, deren Talente die so für die kopernikanische Stadt charakteristische Atmosphäre der schöpferischen Aktivitäten ausmachen. Ihre Äußerung sind unter anderem zyklische Kulturveranstaltungen mit internationaler Bedeutung wie z.B.: das Theaterfestival "Kontakt", das Sommerfestival "Toruñ - Musik und Architektur", Festival der Musik und Kunst der Baltischen Länder "Probaltica", das Ökumenische Festival "Song of Songs" oder Biennale der Graphik der Kinder und Jugendlichen. Und eben darum, um die gotische, sorgfaltig gepflegte Schönheit der Stadt zu bewundern oder das unnachahmliche, bunte Kulturtreiben dieser Stadt zu atmen, kommen hierher jedes Jahr ca. 2 Millionen Touristen. Das immer gastfreundliche den Ankömmlingen gut gesinnte Thorn lädt diejenigen ein, die es bereits kennen, zum erneuten Besuch und diejenigen, die hier noch nicht gesehen haben, die immer offenen altstädtischen Tore passieren zu wollen.

Torun

Ośrodek Informacji 
Turystycznej w Toruniu
Toruń
Rynek Staromiejski 25