Erkunden Sie die Hansestadt Stade
Stade

Wo vor langer Zeit Schiffe entladen wurden, die Waren gewogen und verzollt auf ihren weiteren Weg warteten, findet man heute kleine Fachgeschäfte, gemütliche Kneipen und Cafés mit einladenden Sommerterrassen direkt am Wasser. Der Hansehafen inmitten der sehenswerten Altstadt mit dem Elbewer „Willi“ oder der in Fußnähe gelegene Stadthafen mit dem Museumsschiff „Greundiek“ und den dort anlegenden Booten der Sportskipper zeigen, dass die traditionelle Verbundenheit Stades mit Wasser und Schifffahrt fortgelebt wird.

Die bezaubernde Fachwerkstadt bietet sehr viel Sehenswertes. Ein Streifzug durch die Geschichte geht durch die Hökerstraße entlang des Rathauses und dem barocken Turm der Kirche St. Cosmae, vorbei am schiefen Turm der Kirche St. Wilhadi, einem von der niederländischen Renaissance und vom Frühbarock geprägter Backsteinbau. Ganz in der Nähe liegt der Pferdemarkt mit dem Zeughaus aus dem 17. Jahrhundert. Von dort ist es auch nicht mehr weit zur Insel mit dem Freilichtmuseum.

Zentrale Anlaufstelle für Gäste ist die Tourist-Information am Hafen in der Hansestraße 16. Neben allgemeinen Informationen sind hier Tickets für eine Vielzahl maritimer Angebote vom Fleetkahn über den Tidenkieker bis hin zu Ausflugsfahrten auf Schwinge und Elbe für Gruppen erhältlich. Angeboten wird außerdem eine immer facettenreicher werdende Palette an Gästeführungen an: von der klassischen Stadtführung mit und ohne Tracht, über Führungen im Alten Land, Themenführungen, Besichtigungen der Camera Obscura bis hin zu inszenierten Stadtführungen, bei denen historische Persönlichkeiten nachgespielt werden.


Geschichte

Die städtische Siedlung entstand einige Kilometer landeinwärts am Ende des 8. Jahrhunderts aus einem 994 erstmals erwähnten Schiffslandeplatz an dem kleinen Elbnebenfluß Schwinge. Noch im 12. Jahrhundert waren Hafen und Elbübergang bedeutender als Hamburg. 1209 erhielt Stade das Stadtrecht, 1259 ein Stapelprivileg für alle von See kommenden Waren. Es gelang Hamburg zwar bald, dieses Privileg zu durchbrechen, Stade blieb aber bedeutender Marktort der Unterelbe. Handelsprivilegien verbanden die Stadt mit Lüneburg, Celle und Braunschweig.

Im Laufe des 13. Jahrhunderts sind Stader Kaufleute in Gent, Utrecht und in Ripen(Ribe) in Jütland nachweisbar. Seitdem gehörte die Stadt auch der Hanse an. Von den großen Unternehmungen hielt sich die Stadt jedoch wegen seines Handels in Dänemark und den Niederlanden, später auch wegen nachlassender wirtschaftlicher Kraft fern, sondern suchte seine Interessen in Holland und Flandern mit der Hilfe des mächtigeren Bremen zu sichern. Zeitweise diente Stade auch als Ausweichplatz zur Umgehung des Stapels in Brügge. Wegen der Aufnahme der englischen Tuchkaufleute der Merchant Adventurers 1587 wurde Stade 1601 aus der Hanse ausgeschlossen.

Unter schwedischer Herrschaft (1645-1712) wurde die Stadt Verwaltungszentrum und zur europäisch bedeutenden Festung ausgebaut. Die Belastungen durch die europäischen Kriege Schwedens schwächten die wirtschaftliche Kraft der Stadt, die 1715 an Kurhannover fiel, jedoch nachhaltig. Erst im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt wieder langsam und fand den Anschluss an die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung. Der Festungsring um die Stadt wurde erst seit 1880 niedergelegt; dadurch wurden nach 1900 eine erste geplante Stadterweiterung und die Gründung neuer industrieller Betriebe möglich.

Die Bevölkerungszahl hat in Hansischer Zeit 4.000 wohl nur wenig überschritten, sie ging im Laufe des 17. Jahrhunderts weiter zurück. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts blieb die Einwohnerzahl unter 4.000, erst bis 1900 wuchs sie auf 10.000, 1939 gut 17.000. 2012 leben in der durch die Eingemeindung des Umlandes vergrößerten Stadt etwa 46.000 Menschen.

Von dem kurz vor 1279 errichteten ältesten Rathaus haben die Gewölbe der Kaufhalle den großen Stadtbrand von 1659 überstanden. Sie erinnern zusammen mit dem Alten Hafen an die Hansezeit Stades. Ebenso machen die Struktur der Stadt und die Straßenführung die Hansezeit der Stadt sichtbar.


Museum mit Hanse-Ausstellung

Das Museum im restaurierten schwedischen Provianthaus (Schwedenspeicher) am Hansehafen des 13. Jahrhunderts zeigt die Stadtentwicklung besonders anschaulich. Ein Schwerpunkt wird dabei auf die Hansegeschichte und die Hafenfunde gelegt.

http://www.museen-stade.de/


Bilder der Hansestadt Stade

Stade

STADE Tourismus-GmbH
Tourist-Information am Hafen
Hansestraße 16
21682 Stade