Unsere kleine grüne Stadt - Seehausen wird auch "Stadt der Linden" genannt - ist die nördlichste Stadt der Altmark und auch des Landes Sachsen-Anhalt. Sie liegt am Aland, einem Nebenfluß der Elbe und an der "Straße der Romanik". Fachwerkhäuser prägen ihr Bild, Häuser die in den letzten Jahren liebevoll rekonstruiert wurden. Möglich geworden ist das vor allem duch die Städtebauförderung, in deren Förderprogramm die Stadt 1991 aufgenommen wurde. Die meisten Straßen konnten auch schon saniert werden.

Die Stadt Seehausen wurde wahrscheinlich durch holländische Kolonisten, die der Askanier Albrecht der Bär zur Eindeichung der Elbe ins Land holte, gegründet. Das Gründerjahr 1151 kann nicht urkundlich belegt werden, da während des 30-jährigen Krieges fast sämtliche Ratsakten vernichtet wurden. Wir müssen auf Chronisten zurückgreifen, die darüber berichtet haben. Die vorhandene erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1174 als Seehausen ein Archidiakonat des Bistums Verden wurde. Im Spätmittelalter hatte Seehausen seine Blütezeit. Die Wirtschaft florierte, vor allem der Ackerbau, die Viehzucht, die Brauerei, Tuchmacherei und die Handelsschifffahrt auf dem damals noch schiffbaren Aland und auf der Elbe. Aber der 30-jährige Krieg, zahlreiche Brand- und Überschwemmungskatastrophen im 17./Anfang 18. Jh. führten zum Niedergang der Stadt. Nur langsam erholte sich Seehausen von den Folgen des Krieges und der Zerstörung, erreichte aber nie wieder seine vorherige Blüte.

Die erste urkundliche Erwähnung Seehausens als Mitglied der Hanse stammt aus dem Jahre 1358 in einem Rostocker Verzeichnis märkischer Hansestädte. Bei der Erneuerung des Hansebundes im Jahre 1418 wird Seehausen nicht erwähnt, aber im Jahre 1435 lehnt Seehausen samt Stendal und Salzwedel eine Aufforderung Lübecks ab, Ratssendboten zum Lübecker Hansetag zu schicken. 1436 beschließen die sieben altmärkischen Städte - darunter auch Seehausen - in hanseatischen Angelegenheiten geschlossen aufzutreten.

Seit dem 08.06.2001 ist Seehausen Mitglied der Hanse der Neuzeit. Seehausen hat ein Gymnasium, ein modernes Diakoniekrankenhaus und eine Drei-Felder-Sporthalle, welche auch als Kulturstätte genutzt wird. Viele nationale und internationale Künstler waren hier schon zu Gast.

Seehausen

Schulstr. 6
39615 Seehausen (Altmark)