Erkunden Sie die Hansestadt Osnabrück
am Markt

Gemeinsam mit Münster war Osnabrück Verhandlungsort des Westfälischen Friedens, der hier 1648 von der Rathaustreppe verkündet wurde. Der Friedensschluss ist das herausragende Ereignis der Stadtgeschichte und diese Tradition wird bis heute gelebt: Im Oktober reiten rd. 1200 Viertklässler mit ihren selbst gebastelten Steckenpferden zur Erinnerung an die Friedensverkündung über die Rathaustreppe.

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Das bunte Flair von heute verdankt die Stadt dem Nebeneinander von modernen Gebäuden wie dem Felix-Nussbaum-Haus und schmucken Altstadtgassen im Heger Tor Viertel. Die teilweise erhaltenen mittelalterlichen Lagerhäuser, sogenannte Steinwerke, zeugen vom früheren Reichtum der Kaufleute. Heute beherbergen sie heute Galerien, Cafés und Bistros.

„Herz der Stadt“ ist der Markt: Ort für Hochzeiten, Festivals, Wein- und Weihnachtsmärkte. Vor den rotgelben Giebelhäusern der Hansekaufleute stellen die Cafés und Restaurants ihre Korbstühle nach draußen und mit Blick auf Rathaus und Marienkirche genießt man hier vorzügliche Torten oder Herzhaftes. Wenige Schritte weiter beeindruckt der Dom St. Peter aus dem 13. Jhd. mit seinen unterschiedlichen Türmen, dem stillen Kreuzgang und begehbaren Tresor im Diözesanmuseum.


Von der Missionszelle zur Hansestadt

Um 780 gründete Karl der Große den Bischofssitz Osnabrück an einem Knotenpunkt alter Handelsstraßen. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt zu einem pulsierenden Handelsort. Bereits im 14. Jahrhundert trat sie als führendes Mitglied der Hanse bei – dem damals wichtigsten Wirtschaftsverbund. Zuvor errichtete die Stadt mit der Legge eine besondere Prüfstelle für die Qualität der Osnabrücker Tuche. Das Leggesiegel mit dem Osnabrücker Rad wurde zu einem Qualitätssiegel für das als „Osnaburgh“ weltbekannte Leinen. Damals legte die Stadt die Grundlage für ihre jetzige Position als Dienstleistungszentrum und Industriestandort. Als Mitglied der „Städtehanse“ richtete Osnabrück 2006 den 26. Internationalen Hansetag aus. Das Symbol des Hansetages, eine stabile hölzerne Hansekogge, hat endgültig mitten in der Stadt auf einem Spielplatz angelegt und ist zum beliebten Treffpunkt für Familien geworden.

Die ehemaligen Handelswege haben sich mittlerweile zu attraktiven Einkaufsstraßen gewandelt. „Osnabrück – hier ist alles drin“ lautet deshalb das Motto der Osnabrücker Kaufleute des 21. Jahrhunderts. Als Einkaufsmetropole ist Osnabrück eine Fundgrube für Shoppingfans und Schatzsucher.


Kunst und Kultur

„Kunst gegen das Vergessen“ gilt als Motto dieses markanten von Daniel Libeskind entworfenen Hauses, das die weltweit größte Werksammlung des Osnabrücker Malers Felix Nussbaum beherbergt. Die außergewöhnliche Architektur dieses „Museum ohne Ausgang“ mit Erweiterungsbau von 2011 lässt niemanden unbeeindruckt. Der Osnabrücker Maler Felix Nussbaum gilt als bedeutender jüdischen Künstler des vergangenen Jahrhunderts. Wie kein anderer Maler seiner Zeit hat er die Stationen seines Lebens in eindrucksvollen Bildern festgehalten: von der Geborgenheit einer bürgerlichen Kaufmannsfamilie in Osnabrück über den schnellen künstlerischen Erfolg in der Metropole Berlin bis hin zu den schwierigen Jahren als emigrierter Künstler und verfolgter Jude im besetzten Belgien. Nussbaum verstarb 1944 in Auschwitz.

Ein weiterer berühmter Sohn der Stadt ist Erich Maria Remarque, Autor des bekanntesten Antikriegsromans der Welt „Im Westen nichts Neues“. Das Erich – Maria – Remarque-Friedenszentrum präsentiert eine Dauerausstellung zu Leben und Werk Remarques, das Archiv enthält die weltweit größte Sammlung von Materialien zum Bestseller-Autor und seinem Umfeld.

Für zeitgenössische Kunst bietet die Kunsthalle Dominikanerkirche einen der schönsten Ausstellungsräume in Niedersachsen. Das Kulturhistorische Museum gibt einen Überblick zur Stadtgeschichte und das „Museum am Schölerberg – Natur und Umwelt“ lädt zum Blick auch unter die Erde Osnabrücks ein. Im Diözesanmuseum am Dom steht die Schatzkammer mit kostbaren liturgischen Geräten auf Stelzen. Am Piesberg, mit weitem Blick über die Stadt, gibt das Museum Industriekultur in den Gebäuden der ehemaligen Steinkohlenzeche Einsichten in die Industrialisierung der Stadt. Außerdem kann man sich hier im Sommer auf Fossiliensuche machen, bei der man garantiert fündig wird.

Seit 2008 ist Osnabrück Mitglied in der Städtegemeinschaft »Historic Highlights of Germany« . Die 13 Mitgliedsstädte zählen zu den ältesten des Landes und sind lebendiges Spiegelbild einer Geschichte, die mehr als 2.000 Jahre zurückreicht. Dabei setzten Deutschlands historische Städte entscheidende Impulse, die nicht nur das Gesicht des eigenen Landes prägten und veränderten, sondern auch das Europas und der Welt. Als Reiseangebote verknüpfen die „Dream Routes“ einzelne Mitgliedsstädte und ihre historischen Themen und machen so Geschichte erlebbar. Die Friedensstädte Osnabrück und Münster sind mit Rostock über die Dream Route „Cites of the Hanseatic League“ verbunden.


Bilder der Hansestadt Osnabrück

Eindrücke aus Osnabrück

Osnabrück

Tourist Information Osnabrück | Osnabrücker Land
Bierstraße 22-23
49074 Osnabrück