Lünen, meine Stadt... bekennen rund 90.000 Menschen im westfälischen Ruhrgebiet in unmittelbarer Nachbarschaft zu Dortmund - an der Nahtstelle zum Münsterland. Hier lässt es sich leben: Die Stadt an den Ufern der Lippe vereint zwei Regionen. Die sanfte Parklandschaft des Münsterlandes mit seinen Schlössern und Herrensitzen in der Umgebung bildet den reizvollen Kontrast zur Industriekulisse des Reviers und zu den eindrucksvollen Zeugnissen der industriellen Baugeschichte und Bergbautradition.


Historie

Vom Ackerbürgerstädtchen über Handel und Wandel einer Hansestadt bis zum Industriestandort: Um 890 erstmals erwähnt, entwickelte sich Lünen im 13. Jahrhundert zur befestigten Hansestadt. Dabei spielte der Lippeübergang eine besondere Rolle. Südlich der Lippe querte eine Fernstraße die Stadt, die West-Ost-Verbindung von Wesel über Dorsten durch das Vest Recklinghausen, über Lünen nach Kamen, Hamm, Soest und Lippstadt. Größere Bedeutung besaß die Nord-Süd-Verbindung, die von der Nord- und Ostsee über Bremen, Osnabrück, Münster, Lünen und Dortmund nach Köln führte. Interessant ist dabei ein Blick in eine Zollliste aus den Jahen 1573 / 74. Sie gibt einen kleinen Einblick in den damaligen Warenverkehr, auf dem "Dänischen Ochsenweg", direkt durch Lünen. Bier, Korn, Käse, Wein und Vieh bestimmten damals den Handel. An diese Bedeutung erinnert heute eine Ochsengruppe an der Persiluhr, mitten in der Stadt.

1336 verlegte Graf Adolf II von der Mark die Stadt aus strategischen Gesichtspunkten vom Nord- auf das Südufer der Lippe und verlieh 1341 Stadtrechte. Mit dem Abbau von Raseneisenerz anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Lippe schiffbar gemacht und die erste Eisenhütte im Lüner Raum gegründet, Steinkohlezechen folgten - Lünen expandierte.


Strukturwandel

Lünen hat eine lange Tradition als Industriestandort. Heute und verstärkt in der Zukunft steht Lünen für den Standort von Unternehmen, die weltweit führend sind in der Rohstoffsicherung. Eine Gruppe von Unternehmen beschäftigt sich mit der Organisation von Wertstoffkreisläufen, der Wiedergewinnung von Wertstoffen und dem schonenden Umgang mit Rohstoffen. Betriebe, wie die weltweit größte Kupferrecycling-Hütte, die Aurubis AG, die Firma Remondis, einem Marktführer in Sachen Entsorgung, und die Ardagh-Glass-Group, tätig in der Glasproduktion, gehören dazu. Energiewirtschaft und Gesundheitswissenschaft sind weitere wichtige Standbeine für den Strukturwandel. Ein sehenswertes Symbol für den Wandel im Ruhrgebiet ist das "Colani-Ufo" des Designers Prof. Luigi Colani im Lüner Technologiezentrum. In 37 m Höhe krönt das Ellipsoid den früheren Förderturm der einstigen Kohlenzeche Minister Achenbach IV.

Lünen

Uwe Wortmann
Stadt Lünen, Kulturbüro