Kuldîga für eine der schönsten Städten Lettlands haben die Natur und die Geschichte gebildet. Die livländische Chronik erzählt, dass während der Regierung des Mestrs vom livländischen Ordens Dietrich Gröningen (1242-1245) in Kuldîga die Ordensburg gebaut wurde. Anfangs wurde die Jesusburg, aber später- Goldingen genannt. Dieser Name ist in Dokumenten bis der Zeit des Freistaates Lettlands zu lesen und existiert noch immer in der Lexik der alten Baltdeutschen.

Seit 1368 gehört Kuldîga zur Hanse, seit 1991 nimmt Kuldîga aktiv am Hansetag der Neuzeit teil.Nach dem Zusammenfall Livlands 1561 wurde Kuldîga die herzögliche Residenz und 1587-1617 war die Stadt die Hauptstadt von Kurland. Der Herzog Jacob Kettler, der in Kuldîga geboren ist, hat die alte Ordensburg entsprechend seinen Forderungen umgebaut- modern im Verständnis damaliger Zeit. Die Blütezeit erlebte das Herzogtum Kurlands und Kuldîga unter Herzog Jacob- in Kuldîga wurden der Schiffbau, Salpetris Fabrik, Ziegelbrennereien gebaut. Kuldîga hatte Handelsverhältnisse mit vielen Ländern. In der Zeit des Herzogtums Kurland wurde Kuldîga in Kriegen beschädigt, es wurde auch ausgeraubt. 1653-1667 geschah der polnisch- schwedische Krieg, 1700-1721- der Nordenkrieg. Kuldîga hat auch während der Pest stark gelitten und hat seine vorige Macht nicht wiedergewonnen. 

1795 wurde Kurland im Reich Russlands einverleibt. Kuldîga wurde das Zentrum des Kreises. Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war in Kuldîga die Blütezeit des Handwerkes und der Industrie. Die grössten Unternehmen waren die Nadelfabrik “Meteor”, Lederfabrik, Streichhölzerfabrik “Vulkâns”, die Einwohnerzahl nahm zu. 1886 wurde das Lehrerseminar von Rîga nach Kuldîga versetzt. 1896 bildete sich hier die erste Gemeinschaft der Sozialdemokraten in Kuldîga. Während der Tagen der Revolution 1905 haben die Studenten des Seminars als ersten mit dem Streik angefangen, später kamen ihnen die Arbeiter der Stadt, die Landarbeiter der umliegenden Güter hinzu. Die Strafeexpeditionen haben mit den Revolutionären abgerechnet. Kuldîga hatte schon während der Ordenszeit seinen Stempel. Im dessen Zentrum war die heilige Katharina, in einer Hand hatte sie das Rad, in der zweiten- das Schwert. Im Mittelalter wurde die St. Katharina als Täter der geistigen Arbeit aufgefasst- sie war Theologe, Philosoph, Rechtsanwalt und Verteidiger der Studenten. Kuldîga hat seine heilige Patronin im Wappen der Stadt bis heute gewahrt. 

Jedem Toristen ist es interessant die Altstadt kennenzulernen. Sie ist an historischen und Kulturtraditionen reich. Das alte historische Stadtzentrum ist ein architektonisches Denkmal mit eigenartiger Architektur, schmalen Gassen und Ziegeldächern. Der Stolz von Kuldîga ist der Wasserfall auf der Venta- Ventas rumba- der breiteste natürliche Wasserfall (240 m) in Europa. Hier liegt auch der höchste Wasserfall (4,5 m) Lettlands auf der Alekðupîte. Eine von den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Kuldîgas ist die alte Ziegelbrücke, 1874 gebaut über die Venta- eine der längsten Ziegelbrücken in Europa. Hier finden Sie die Bilder der Vergangenheit , den Reiz der Kleinstadt Kuldiga, die besitzen keine anderen Städte Lettlands.

Eindrücke aus Kuldiga

Kuldiga

Stadt Kuldiga
Baznicas lela 1
300 Kuldiga/Lettland
z. Hd. Frau Tereza Strauta