Erkunden Sie die Hansestadt Gardelegen
Gardelegen Visitenkarte Marienkirche

Im Herzen der Altmark liegt die Hansestadt Gardelegen. Zur Kernstadt gehören ca. 10.200 EW.

Seit der Gebietsreform 2011 gehören weitere 48 Ortsteile zur Stadt, die Einwohnerzahl stieg auf ca. 24.000 und sie ist mit ca. 630 km² die flächenmäßig drittgrößte Stadt – nach Berlin und Hamburg – in Deutschland geworden!


Im Herzen der Altmark liegt die Hansestadt Gardelegen. Zur Kernstadt gehören ca. 10.200 EW.

Seit der Gebietsreform 2011 gehören weitere 48 Ortsteile zur Stadt, die Einwohnerzahl stieg auf ca. 24.000 und sie ist mit ca. 630 km² die flächenmäßig drittgrößte Stadt – nach Berlin und Hamburg – in Deutschland geworden!



Um eine im 11. Jahrhundert errichteten Burg entstand die ursprüngliche Siedlung, deren frühester Nachweis als Landstadt auf das Jahr 1196 zurückgeht. Sie wurde an einer Furt, am Zusammenfluss der Flüsse Milde und Lausebach, erbaut.

 

Auf Grund seiner strategisch günstigen Lage, an der Kreuzung mehrerer Handelsstraßen, umgeben von Mooren und Wäldern, wurde es bald ein regional und auch überregional bedeutsamer Handelspunkt. Hier konnten die Fernhändler aus dem Magdeburgischen auf dem Weg nach Lüneburg und an die Nordseehäfen Schutz finden, ausspannen, ihre Waren umladen, Fuhrwerke reparieren lassen und auch Waren austauschen und zukaufen. Die Bürger der Stadt verdienten gut am Handel und an den Dienstleistungen.



Schwerpunkt war der Handel mit Getreide und anderen Agrarprodukten. Hinzu kam das typische Gardelegener Produkt: Hopfen und später das Garley-Bier.





Gardelegen und die Hanse



Die Mitgliedschaft von Gardelegen in der Hanse nimmt man unter Berücksichtigung der wenigen vorhandenen Quellen heute von 1358 bis etwa 1488 an.



Die Stadt Gardelegen erlebte im ausgehenden Mittelalter eine Blütezeit, wie sie sie nach dem Dreißigjährigen Krieg für Jahrhunderte nie wieder erreichen sollte.



Vielfältig sind die noch vorhandenen steinernen Zeugnisse, die ihren Ursprung in der Blütezeit von Handel, Handwerk und Hanse im späten Mittelalter haben:

  • Zwei gotische Backsteinkirchen mit dazugehörigen wertvollen christlichen Kunstgegenständen.
  • Ein repräsentatives Rathaus gotischen Ursprungs, dessen Fassade von den Wappen der altmärkischen Hansestädte geschmückt wird.
  • Reste der umfangreichen ehemaligen Stadtbefestigungsanlagen mit dem heute noch gut erhaltenen Salzwedeler Tor.
  • Eine geschlossene Altstadt, die zwar mehrfach Opfer der Flammen wurde, deren Grundriss aber noch heute das mittelalterliche Stadtbild erkennen lässt. Unter vielen der alten Bürgerhäuser befinden sich die noch gut erhaltenen Gewölbekeller der einstmals mehr als 200 Braustätten in der Stadt.

 

Gardelegens historisches Erbe – noch heute erlebbar

Hopfen und Bier – jahrhundertelang Symbole des Wohlstands der Stadt und ihrer Bürger - findet man noch heute in Gardelegen: So zieren drei Hopfenranken das Stadtwappen und das Garley-Bier wird auch heute noch gebraut und ist weit über die Grenzen der Stadt bekannt und beliebt.



Die „Wallanlagen“- ein ringförmig um die Altstadt gehender Park mit einer über 100jährigen Lindenallee, mit Resten der historischen Befestigungsanlage, Stadtgraben, Mauerresten ehemaliger Wachtürme und der 3 Stadttore, ist ein besonderer Anziehungspunkt für alle Gardelegener und ihre Besucher. In den letzten Jahren sind der Park und die historischen Bauwerke aufwendig restauriert und rekonstruiert worden. Seit 2004 gehören die Wallanlagen zum denkmalpflegerischen Landesprojektes „Gartenträume –historische Parks in Sachsen-Anhalt“.



Den dreieckigen Marktplatz, an dem sich zur Hansezeit zwei bedeutende Handelsstraßen kreuzten, ziert als Symbol der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit seit 2002 wieder ein steinerner Roland, nachdem sein Vorgänger im Jahre 1727 zusammengefallen war.



Aber auch Zeugnisse der jüngeren Geschichte werden liebevoll bewahrt, wie z.B. das Andenken an den wohl bekanntesten Gardelegener Bürger, den Humoristen Otto Reutter (1870-1931).



Besondere Ziele in der Umgebung

Gardelegen liegt am Nordrand der Colbitz-Letzlinger Heide, des einstigen königlich-kaiserlichen Hofjagdgebietes der Hohenzollern. Aus dieser Zeit stammt das repräsentative Jagdschloss im benachbarten Ortsteil Letzlingen.



Die waldreiche Umgebung der Stadt bietet deshalb viele Ausflugsmöglichkeiten in die Natur, wie zum Beispiel ins Gebiet um Lindenthal oder in die offene Heidelandschaft an den Kellerbergen bei Kloster-Neuendorf.



Im nahe gelegenen Kloster-Neuendorf befindet sich das ehemalige Zisterzienser-Kloster mit einer gotischen Backsteinkirche und wertvoller mittelalterlicher Glasmalerei.



Im Ortsteil Zichtau entsteht gegenwärtig auf dem Gelände des ehemaligen Gutshofes die „Stiftung Zukunft Altmark“ mit Tagungszentrum und Hotel.


Bilder der Hansestadt Gardelegen

Gardelegen

Hansestadt Gardelegen
Postfach 11 41
39631 Gardelegen