Erkunden Sie die Hansestadt Brügge
Visit Bruges Jan Dhondt 1549

Sie sind selten, aber es gibt Orte, die alle Sinne berühren, die einem unter die Haut gehen. Stätten, die einen direkt ins Herz treffen,  auch wenn man sie nie völlig ergründen kann. Brügge ist so ein einmaliger Ort. Geprägt von Kultur und Kunst, kosmopolitisch und ungeniert lebensgenießerisch, aber auch mysteriös mittelalterlich und zu alle dem auch noch UNESCO Weltkulturerbestadt.

Wenn man durch die gewundenen Gassen Brügges schlendert, entlang den stimmungsvollen Grachten oder durch die grünen Festungsanlagen, kann man sich in ihre geheimnisumwobene Eleganz nur hoffnungslos verlieben.

Brügge mag zwar mit der Vergangenheit tief verwurzelt sein, dennoch investiert die Stadt auch voll in die Zukunft. Die 14 städtischen Museen beherbergen sowohl die "Flämischen Primitiven" als auch moderne Kunst, und mitreißende Kulturereignisse versetzen Brügger und Besucher das ganze Jahr über in einen Rausch.

Die kulinarischen Genüsse Brügges entdecken Sie in den zahlreichen kleinen und großen Restaurants, von altenehrwürdigen, dunkel getäfelten Gaststuben über Edelkneipen bis hin zu renommierten Sternerestaurants.  Die Brügger wissen seit Jahrhunderten, was gut ist.


Brügger Geschichte
Die Geschichte Kurzgefasst

Bei der Entstehung Brügges spielte Wasser eine entscheidende Rolle. Dort, wo Brügge entstanden ist, flossen einige Bäche zu einem Fluss (die Reie) zusammen, die dann gen Norden im Küstengebiet versandete. Durch sogenannte Gezeitenrinnen stand die Reie in Verbindung mit dem Meer. Deshalb verwundert es nicht, dass bereits zur Römerzeit eine Hafentätigkeit zu verzeichnen war. Dies kann nachgewiesen werden anhand der Überreste von mindestens zwei seetüchtigen Schiffen, die in der Umgebung vom jetzigen Brügge entdeckt wurden. Sie gehen zurück auf die zweite Hälfte des 3. und den Anfang des 4. Jahrhunderts. Doch es sollte noch 500 Jahre dauern bis der Name „Brügge“ zum ersten Mal auftauchte. Möglicherweise eine Ableitung von dem altgermanischen Wort „Brugj“, also Landungsbrücke oder Anlegesteg.


Der Anfang

Im 12. Jahrhundert sah es für Brügge ziemlich beängstigend aus, als die direkte Verbindung zum Meer zu versanden drohte. Die neue Fahrrinne, der Zwin, schaffte Abhilfe, und im 13. Jahrhundert durfte Brügge sich stolz das wichtigste Handelszentrum von Nordwesteuropa nennen. Die allererste Börse der Welt entstand in Brügge. Die Börsentätigkeiten fanden auf dem Platz vor der Herberge statt, die der Maklerfamilie Van der Beurse gehörte. So kam die Börse als finanzieller Umschlagplatz zu ihrem Namen. Trotz der typischen Heimsuchungen des Mittelalters, von Epidemien über politische Unruhen bis zu sozialer Ungerechtigkeit, ging es den Brüggern gut und bald wirkte die Stadt wie ein Magnet. Um 1340 zählte die Innenstadt beachtliche 35.000 Einwohner.


Das goldene Zeitalter

Der Erfolg hielt an. Im 15. Jahrhundert, für Brügge das goldene Zeitalter, liefen die Dinge noch besser. Die Fürsten von Burgund ließen sich in der Stadt nieder, neue Luxusprodukte wurden hergestellt und berühmte Maler wie Jan van Eyck und Hans Memling – die großen „flämischen Primitiven“ – fanden hier Raum für ihre Kreativität. Die schönen Künste bestimmten mehr und mehr den Alltag und neben schönen Kirchen und einmaligen „Natiehuizen” (Hansekontoren) wurde auch das monumentale Rathaus erbaut. Brügge schien gegen alles gefeit.


Der Niedergang

Der plötzliche Tod der geliebten Fürstin Maria von Burgund im Jahr 1482 läutete den Wandel ein. Die Beziehungen zwischen Brügge und dem verwitweten Maximilian verschlechterten sich und der burgundische Hof verließ die Stadt. Die internationalen Kaufleute folgten in seinem Kielwasser. Es folgten lange Jahrhunderte mit Kriegen und vielen Machtwechseln. Mitte des 19. Jahrhunderts war Brügge eine arme, verelendete Stadt. Interessanterweise sollte ein Roman den Wandel mit herbeiführen.


Die Wiederbelebung

Behutsam wagte Brügge die ersten vorsichtigen Schritte auf dem touristischen Parkett. In seinem Roman Bruges la Morte beschreibt Georges Rodenbach (1892) Brügge treffend als einen recht verschlafenen, aber besonders geheimnisvollen Ort. Vor allem die 35 ins Buch aufgenommenen Fotos machen die Leser neugierig. Schnell wurde das prächtige Erbe wiederentdeckt und die geheimnisumwobene
Idylle wurde zum größten Trumpf. Im Zuge dieses Aufschwungs erhielt die Stadt einen neuen Seehafen, der den Namen Zeebrugge bekam. Brügge stellte seine hohe Anziehungskraft unter Beweis: Die UNESCO erhob die mittelalterliche Innenstadt zum Weltkulturerbe.


Bilder der Hansestadt Brügge

Brügge

Toerisme Brugge
PO Box 744,
B-8000 Brugge