Erkunden Sie die Hansestadt Brakel
Brakel

Brakel liegt als Flächengemeinde mit rd. 17.000 Einwohnern im Mittelpunkt des Kulturlandkreises Höxter. Die Stadt befindet sich im östlichen Bereich des Landes Nordrhein-Westfalen und wurde erstmalig im Jahr 829 erwähnt. Die Stadtrechte wurden Brakel im Jahr 1229 verliehen.

Neben dem Zentrum der Kernstadt besteht Brakel aus weiteren 14 Ortschaften. Die Gesamtfläche beträgt 173,74 km2, davon rd. 1,45 km2 Siedlungs– u. Verkehrsflächen. Seit dem Jahr 1974 ist Brakel staatlich anerkannter Luftkurort. Zudem liegen in der Großgemeinde noch die weiteren staatlich anerkannten Erholungsorte Bellersen und Gehrden. In der Großgemeinde Brakel gibt es viele Rad- und Wanderwege, einer der Wanderwege ist zum Beispiel der Jakobsweg. Im Mittelalter führten viele Wege nach Santiago de Compostela in Nordspanien, wo sich der Überlieferung nach das Grab des Apostels Jakobus befindet, das zum Ziel vieler Pilger in ganz Europa wurde. Die Wege der dorthin pilgernden Jakobspilger nannte man Jakobswege. Einer von ihnen liegt jetzt direkt vor der Haustür von Brakel. Eine neue Wegroute von der Elbe bis zum Rhein beschreibt diesen interessanten Abschnitt des alten Pilgerweges, der in einer Linie von Ost nach West die alten Handelsstädte Magdeburg, Goslar, Höxter und Brakel mit Bad Driburg, Paderborn, Köln und Bonn verbindet. Die alte Hansestadt Brakel liegt in einem weiten Talkessel von Nethe und Brucht zwischen dem südlichen Ausläufer des Teutoburger Waldes, der Egge, und der Weser. Gehen Sie auf Entdeckungs-reise und erleben Sie die alte Hansestadt mit ihrem historischen Stadtkern.


Geschichte der Stadt:

Auf den ersten, schnellen Blick erinnert nicht mehr viel an die ältere Vergangenheit Brakels, einer Stadt, die im Mittelalter zu den bedeutendsten im Fürstentum Pader-born zählte. Einer überlieferten Reisebe-schreibung verdankt die Stadt im Jahre 836 ihre erste schriftliche Erwähnung durch Benediktinermönche, die in der ”villa brechal” rasteten, bevor sie ihr Kloster Corvey erreichten. Weitere ältere Siedlungsbefunde stammen aus dem 7./8. Jahrhundert, so dass aufgrund dieser Überlieferungen davon auszugehen ist, dass Brakel bereits im Jahr 829 bestanden hat. 


Ab dem 14. Jahrhundert erlebt Brakel seine volle Blüte.

Der heute noch erkennbare mittelalterliche Grundriss der Stadt lässt in den verschieden-sten Phasen der Stadtentwicklung eine starke Bautätigkeit er-kennen. Die ältesten Bauelemen-te der Kath. Pfarrkirche St. Michael reichen z. B. bis in das 12. Jahrhundert zurück. Die noch heute vorhandene Aufteilung der Innen-stadt in zwei Hauptge-schäftsstraßen hat ihren Ursprung in den mittelalterlichen Handels-wegen. Ab dem 14. Jahrhundert steht Brakel in seiner vollen Blüte und gleichrangig im Bistum Paderborn mit den Städten Paderborn und Warburg, erkennbar z.B. an eigenem Gerichts- und Marktrecht. Während sich die allgemeine Lage Brakels im 15. Jahrhundert verschlechtert, kommt es im vorstädtischen Bereich zur Gründung des Klosters Brede. Der Dreißigjährige Krieg im 17. Jahrhundert hinterlässt auch in Brakel deutliche Spuren. 


Große Söhne der Stadt

1633 wird der bedeutende Barockmaler Johann Georg Rudolphi in Brakel geboren.
1882 wird Peter Legge in der Ostheimer Straße in Brakel geboren. Er erhält 1932 die Weihe zum Bischhof von Meißen in der St. Sebastian-Kirche in Magdeburg. 


Historischer Stadtkern:

Die Hansestadt Brakel ist seit 1997 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne in Nordrhein-Westfalen, der mittlerweile über 30 Städte angehören. Diese Arbeitsgemeinschaft hat es sich mit Unterstützung des Landes NRW zur Aufgabe gemacht, das städtebauliche und architektonische Erbe zu erhalten, zu pflegen und weiterzuentwickeln. Das Stadtbild ist heute noch von vielen historischen Bauten geprägt. Besonders zu erwähnen sind die Bauten der Gotik und des Barock sowie die noch vollständig erhalten gebliebene Originalität des Marktplatzes mit dem historischen Rathaus und des Kirchplatzbereiches. Darüber hinaus verfügt Brakel erfreulicherweise auch über eine große Anzahl unter Denkmalschutz stehender Profanbauten, wovon die meisten bereits mit finanzieller Hilfe aus dem Stadterneuerungsprogramm des Landes NRW aufwändig saniert worden sind. 

Erfreulich ist auch, dass die alte Stadtmauer und die Wall- und Grabenzone noch weitgehend erhalten und ablesbar ist. Besondere Aufmerksamkeit verdienen aber auch die vielen Grünflächen innerhalb des historischen Stadtkerns. Unverwechselbar mit anderen Städten ist der historische Baumbestand an der Stadtpfarrkirche. 


Verkehrserschließung:

Brakel liegt verkehrsgünstig im Schnittpunkt der Bundes-straßen B64 und B252/L712 (Ostwestfalenstraße); in der Nähe mehrerer Autobahnen und Flughäfen, die unmittelbar gut erreichbar sind. 


Events: Annentag 

Annentag ist mit über 350.000 Besuchern der große Publikumsmagnet weit über die Grenzen der Region hinaus. Rund 280 Schausteller und fliegende Händler verwandeln die Altstadt in einen bunten, flimmernden und vor Freude überschäumenden Basar. Sonntags gedenkt man mit einer feierlichen Prozession des religiösen Ursprungs des Festes: Die Verehrung der Hl. Anna in der barocken Kapelle vor den Toren der Stadt. Viele hunderte Gläubige geben dem Allerheiligsten das Geleit. Nach alter Tradition werden auch heute noch mit Handschlag auf dem Vieh- und Krammarkt am frühen Montagmorgen die Geschäfte abgeschlossen. Ein Prachtfeuerwerk am Montagabend beendet vier Tage voller Hochstimmung.


Bilder der Hansestadt Brakel

Brakel

Tourist-Information Brakel
Haus des Gastes
Am Markt 5
33034 Brakel