Eine liebenswerte Klein- und zugleich anmutige Fachwerkstadt - das ist das zwischen Hildesheim und Seesen am Harz , inmitten des südniedersächsischen Berglandes gelegene Bockenem. Ein vielseitig entwickeltes Gewerbe, ein breitgefächerter Handel und der Bezug zu den 17 umliegenden Dörfern des fruchtbaren Ambergaubeckens bildeten über Jahrhunderte hinweg das wirtschaftliche Fundament.

Um das Jahr 1300 mit Stadtrecht ausgestattet, gehörte Bockenem ab dem 14. Jahrhundert zu den niedersächsischen Hansestädten. Der große Marktplatz und die bestimmende gotische St. Pankratius-Kirche geben noch heute ein Zeugnis von der hochmittelalterlichen Blütezeit.

Der 30jährige Krieg und drei verheerende Stadtbrände, von denen der des Jahres 1847 über 90 Prozent des gesamten Gebäudebestandes einäscherte, brachten in der weiteren Entwicklung einschneidende Rückschläge, von denen die Stadt sich stets wieder erholte. Nach dem schweren Brand von 1847 wurde die gesamte Altstadt innerhalb von fünf Jahren wieder aufgebaut, und zwar in der Fachwerkbauweise, wie sie in jener Zeit üblich war.

Mit Ausnahme des vom Brand weitgehend verschont gebliebenenTeils der südwestlichen Altstadt, der die malerischsten Winkel Bockenems besitzt, und mit Ausnahme der ebenfalls verschont gebliebenen und aus dem Jahre 1523 stammenden historischen Superintendentur (Tillyhaus) datiert der gesamte Fachwerkbestand der Stadt aus der Zeit nach 1847. Das dennoch weitgehend geschlossene Bild vermittelt in seiner Architektur sehr anschaulich die Art und Weise, wie man in einer Ackerbürgerstadt lebte, wohnte und wirtschaftete.

Bockenem

Stadt Bockenem
Buchholzmarkt 1
31167 Bockenem