01. März 2022

DIE HANSE: Gegen den Krieg in der Ukraine, für ein friedliches Europa!

Statement im Namen des Präsidiums

Hansa Standwith Ukraine

Der Städtebund veröffentlicht folgende Erklärung zum Krieg in der Ukraine:

"Der Städtebund DIE HANSE steht für Zusammenarbeit und Austausch, für ein geeintes und friedliches Europa. Den Krieg Russlands gegen die Ukraine verurteilen wir auf das Schärfste. Unsere Gedanken gelten den Menschen in der Ukraine. Wir sind erschüttert angesichts der Zerstörung und des menschlichen Leids und stehen solidarisch fest an ihrer Seite. Den baltischen Ländern und insbesondere Polen danken wir für die Welle der Hilfsbereitschaft bei der Aufnahme und Versorgung von Flüchtenden, die wir in den vergangenen Tagen gesehen haben. Wir rufen alle Hansestädte dazu auf, die Leidtragenden des Krieges humanitär zu unterstützen. 

Gleichzeitig betonen wir die Notwendigkeit, miteinander im Gespräch zu bleiben und unterstützen alle Bemühungen, um Frieden zu stiften. Wir wollen Freiheit, Recht und Selbstbestimmung für die Völker Europas! Die Zusammenarbeit im Städtebund hat gezeigt, dass viele Menschen in den russischen Hansestädten sich dem europäischen Gedanken verbunden fühlen. Wir bestärken sie ausdrücklich in ihren Bemühungen, sich für Frieden und Freiheit einzusetzen und unterstützen sie beim Widerstand gegen die Entscheidung eines Angriffskriegs von Präsident Putin. Vom russischen Präsidenten erwarten wir, die Waffen ruhen zu lassen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren." 

Im Namen des Präsidiums
Jan Lindenau
Vormann des Städtebundes DIE HANSE


In einer Sondersitzung am 5. März hat das Präsidium ein Positionspapier mit einer Reihe von Maßnahmen zum Umgang mit der aktuellen Situation beschlossen:

  • Die russischen und belarussischen Hansestädte bleiben Mitglieder im Städtebund.
  • Vertreter:innen russischer Hansestädte werden von allen offiziellen Funktionen, auch im Präsidium, bis auf Weiteres entbunden.
  • Die Übernahme neuer Ämter oder Funktionen durch Vertreter:innen russischer oder belarussischer Hansestädte ist nicht möglich. Die Delegationen der Städte sind auch von einer Teilnahme am Internationalen Hansetag bis auf Weiteres ausgeschlossen.
  • Die aktive Mitarbeit in Projekt- und Arbeitsgruppen wird bis auf Weiteres ausgesetzt, die Kommunikation aber nicht abgebrochen.
  • Geld- und Sachleistungen bzw. Zahlungen aus Projektfördermitteln an die russischen Projektpartner sind bis auf Weiteres ebenfalls ausgesetzt.
  • Jegliche Beteiligung des Städtebundes an Aktivitäten oder Veranstaltungen russischer und belarussischer Städte wird ausgeschlossen.

Die Maßnahmen gelten zunächst bis zur Delegiertenversammlung. Das weitere Vorgehen wird in der Delegiertenversammlung diskutiert und beschlossen.

Die nun getroffenen Maßnahmen richten sich nicht gegen die Menschen in den russischen Hansestädten, sondern gegen die Aggression des russischen Präsidenten. Der Städtebund wertschätzt die persönlichen Kontakte und Beziehungen zu den Hanseat:innen in Russland, die über Jahre gewachsen sind. Diese individuellen Kontakte sollen weiterhin gepflegt werden. Eine Zusammenarbeit auf offizieller Ebene ist erst wieder möglich, wenn Frieden herrscht. Der Städtebund unterstützt jegliche Bemühungen in den Hansestädten in Russland, sich für den Frieden einzusetzen.