Gute Geschäfte, schlechte Geschäfte

Das Warenaustausch-Monopol der Hanse © H.-J. Draeger / © BOYENS BUCHVERLAG

Das Stapelrecht einer Stadt verlangte von durchziehenden Kaufleuten, dass sie ihre Waren in der Stadt für drei Tage abladen und den Bürgern zum Kauf anbieten mussten. Diese Regelung brachte den Städten großen Reichtum. Sie sorgten mit einer geschickten Wegeführung und entsprechenden Hindernissen dafür, dass man die Stadt nicht umfahren konnte.


Holländische Konkurrenz © H.-J. Draeger / © BOYENS BUCHVERLAG

Die zunehmende holländische und englische Konkurrenz machte den Hansekaufleuten immer mehr zu schaffen.


Doppelte Buchführung © H.-J. Draeger / © BOYENS BUCHVERLAG

Süddeutsche Kaufleute hatten die doppelte Buchführung aus Italien früher übernommen als ihre norddeutschen Konkurrenten. Damit gestalteten sie den Zahlungsverkehr übersichtlicher und wirkungsvoller. Die Unternehmer waren über Gewinne und Verluste besser unterrichtet und konnten so ihre Entscheidungen viel genauer treffen. Das verschaffte ihnen Vorteile gegenüber den Fernhändlern der Hanse.


Ilmenau-Ewer und Stecknitz-Prahm © H.-J. Draeger / © BOYENS BUCHVERLAG

Ilmenau-Ewer und Stecknitz-Prahm dienten dem Salztransport zwischen Lüneburg und Lübeck. Gegen die Strömung der Flüsse mussten die Boote vom Ufer aus gezogen (getreidelt) werden. Mit dem Bau des Stecknitzkanals 1398, der die kleinen Flüsse Stecknitz und Delvenau miteinander verband, war eine durchgehende Wasserverbindung über Elbe und Ilmenau geschaffen worden. In den Salzspeichern Lüneburgs und Lübecks wurde das weiße Gold zwischengelagert.


Zusammenbruch des Schonenmarkts © H.-J. Draeger / © BOYENS BUCHVERLAG

Im 16. Jahrhundert brach auch der Schonenmarkt zusammen, der der Hanse lange Zeit Reichtum beschert hatte. Netze und Tonnen blieben leer. Dafür fingen jetzt die Holländer in der Nordsee den Hering in Massen.