Die Hansekogge

Die Hansekogge © H.-J. Draeger / © BOYENS BUCHVERLAG

Für den Handel über Nord- und Ostsee sammelten sich Kaufleute und Schiffer ebenfalls häufig zu Hansen. Nur in Geleitzügen trauten sie sich anfangs mit ihrer wertvollen Fracht aufs Meer.

Die Kogge, ein moderner Schiffstyp der damaligen Zeit
Der Schiffstyp, den die Hanse im Schiffsverkehr nutzte, war die Kogge, auch der Koggen genannt. Es war ein bauchiges, einmastiges Frachtschiff mit einem Rahsegel, Heckruder und einem flachen Boden, der es erlaubte, auch flache Gewässer anzulaufen. Im Gegensatz zu den nordischen Langbooten war ihr Einsatz wirtschaftlicher. Eine Kogge konnte mit wenigen Mann Besatzung eine relativ große Menge an Fracht transportieren, bis zu 90 Tonnen. (s. auch Schiffahrtsmuseum Bremerhaven). Es wurde in der damaligen Zeit relativ schnell und kostengünstig produziert.

Wirtschaftlich, wehrhaft und auch für Ebbe konzipiert
Eine größere Lademenge konnte von einer kleinen Besatzung billiger transportiert werden als vorher. Das machte den Erfolg dieses Schiffstyps aus. Es gab Koggen in unterschiedlicher Größe, sie lag zwischen 15 und 25 m Länge, 5–8 m Breite und einer Seitenhöhe von 3–5 m. Die Maßeinheit für die Ladefähigkeit einer Kogge war die Last = 2 t. Sie entsprach der Lademenge eines vierspännigen Frachtwagens. Eine kleine Kogge von 50 Last konnte also so viel transportieren wie ein endloser Zug von 50 Wagen, gezogen von 200 Pferden!. Mit dem Kastell (achtern) konnte die Umgebung gut beobachtet werden. Durch den fehlenden Kiel konnte die Kogge auch bei Ebbe auf Grund fallen, allerdings war Sie dadurch auch eingeschränkt navigierbar. Eine Kogge konnte nur mit dem Wind fahren und auch den Wind nicht kreuzen.

Mehr zum damaligen Leben der Kaufleute und Schiffsfahrt-Männer auf einer Hanse-Kogge sehen Sie in unserem Hanse-TV.