Quedlinburg, die einstige Königspfalz und Mitglied der Hanse, ist eine reizvolle, über 1000-jährige mittelalterliche Stadt, am Nordrand des Harzes gelegen. Charakteristisch sind die winkligen Gassen mit uraltem Pflaster, die weiträumigen Plätze umsäumt von Fachwerkhäusern, überragt vom massigen Sandsteinfelsen des Burgberges mit der romanischen St. Servatius-Kirche. Hier begann vor über 1000 Jahren die deutsche Geschichte.
Online-Visitenkarte - Quedlinburg

Stadtverwaltung Quedlinburg
Am Finkenherd, zu Füßen des Burgberges, soll der Sachsenherzog Heinrich 919 die Königskrone empfangen haben. Er und seine Nachfolger machten die Pfalz Quedlinburg zu einem wichtigen Zentrum ihrer Reichspolitik. Heinrich I. wurde dort 936 auch beigesetzt. An der Grabstätte ihres Gemahls gründete Königin Mathilde im gleichen Jahr ein Damenstift, das fast 900 Jahre lang bestand. In den Kostbarkeiten des Domschatzes in der Stiftskirche, spiegelt sich noch heute der Glanz des ottonischen Kaiserhauses. Die Räumlichkeiten des ehemaligen Stiftes beherbergen heute das Schlossmuseum mit Ausstellungen zur Stadt- und Stiftsgeschichte sowie stilvoll gestaltete Empfangs- und Audienzsäle.
Durch Handel und Landwirtschaft entwickelte sich im Schutze der Stiftsburg eine wohlhabende Stadt, die bald selbst Politik gestaltete. Um entsprechenden Rückhalt zu haben trat die Stadt verschiedenen Städtebündnissen bei. So erfolgte 1426 auch der Beitritt zum Hansebund. Hier stellte Quedlinburg ein potentielles Mitglied dar und leistete seinen Beitrag bei der Erhaltung des Landfriedens und dem Kampf gegen das Raubritterunwesen. Als Ausdruck städtischem Selbstbewusstseins und wirtschaftlicher Stärke stellten die stolzen Bürger.

Die größte Sehenswürdigkeit ist die Stadt selbst. Auf einer Fläche von gut 80 ha drängen sich gut 1300 malerische Fach-werkhäuser. Wie in einem bunten Bilderbuch lässt sich an den oft reich geschmückten Fassaden die Entwicklung dieser Bauweise über acht Jahrhunderte ablesen.
Quedlinburg ist eine lebendige Stadt im Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Zukunft. Bauten der Romanik, 1300 Fachwerkhäuser und Villen der Gründerzeit und des Jugendstils atmen Geschichte und Kultur vergangener Epochen. Eine junge Kunstszene, angezogen von der Faszination dieses einmaligen Ambientes, setzt den Kontrapunkt dazu. Die UNESCO hat bereit 1994 die außerordentliche Bedeutung des Schlossbergensembles und der historischen Altstadt durch die Aufnahme in die Liste der geschützten Kulturdenkmale gewürdigt.

Foto: Rosi Radecke, Hannover
Mit der Stiftskirche, der Wipertikrypta und den Resten des
Marienklosters auf dem Münzenberg weist Quedlinburg nicht nur hochrangige
Bauwerke an der Straße der Romanik auf, sondern auch authentische Schauplätze
des politischen, geistlichen und kulturellen Geschehens aus der Zeit der
ottonischen Kaiser vor mehr als 1000 Jahren. Von Klopstock bis Feininger spannt
sich der Bogen berühmter Persönlichkeiten, die hier ihre Spuren hinterlassen
haben. Die Lyonel-Feininger- Galerie präsentiert die Werke Feiningers nach
chronologischen, thematischen oder stilistischen Gesichtspunkten und setzt sie
gleichzeitig zu ihrem geistigen und kunsthistorischen Umfeld in Beziehung.
Aufführungen des Nordharzer Städtebundtheaters, der Quedlinburger Musiksommer
in der Stiftskirche, Konzerte im Rathaussaal, dem Salfeldtschen Palais und der
Blasiikirche sind nur ein Teil der vielfältigen Angebotspalette an
Veranstaltungen. Besondere Höhepunkte wie der Tag des offenen Denkmals, die Pro
Vinz-Kunsttage, der Kaiserfrühling und der Advent in den Höfen ziehen von Jahr
zu Jahr mehr Gäste an. Darüber hinaus laden Ausstellungen in den Museen,
Galerien und Künstlerateliers zum Besuch ein.
Weitere Informationen zu Reiseangeboten, Veranstaltungen, usw. finden Sie unter www.quedlinburg.de.


