Online-Visitenkarte - Perleberg

Im Jahre 1239 wurden Perleberg städtische Rechte verliehen, das sich aus drei Siedlungskernen auf Stepenitzinseln zu einem wichtigen Handelspunkt entwickelt hatte. Handelsverbindungen in die östlich gelegenen Gebiete sowie in die großen Seestädte Hamburg, Lübeck und Wismar zu Land und auf der damals schiffbaren Stepenitz machten Perleberg zu einer angesehenen Kaufmannsstadt. Ausdruck des einstigen Wohlstandes und Selbstbewusstseins der Perleberger Kaufleute und Handwerker sind einige wertvolle Bürgerhäuser. Sehenswerte Fachwerkhäuser gruppieren sich um den Kirchplatz und den Großen Markt, in dessen Mitte die St. Jacobikirche (Ersterwähnung 1294) und das Rathaus (Ersterwähnung 1347) stehen.

Die ursprüngliche Stadtanlage wurde umschlossen von einem meterhohen Stadtmauerring mit Wehrtürmen, der noch an wenigen Stellen in Resten vorhanden ist. Die heutige Stadt ist Verwaltungszentrum des Landkreises Prignitz und beherbergt ca. 14000 Einwohner. Die steinerne Rolandfigur auf dem Großen Markt ist ein historischer Anziehungspunkt und Wahrzeichen der Stadt. 1498 wurde erstmals ein Perleberger Roland erwähnt, dessen 500. Jubiläum mit einem historischen Fest und Kinderumzug im Jahr 1998 gefeiert wurde. Die 5,46 m hohe Sandsteinfigur, welche auf dem Marktplatz steht, trägt an zwei Stellen die Jahreszahl 1546 und dürfte eine Schöpfung aus dem 16. Jh. sein.

Die Rolandsäule verkörpert einstige, besondere städtische Rechte und gehört neben der berühmten Opernsängerin Lotte Lehmann, dem kunstsinnigen Photographen Max Zeisig und dem Flugpionier Karl Mohns in die Reihe der "Perleberger Persönlichkeiten". In unmittelbarer Nähe von Rathaus und Stadtmitte befinden sich am Mönchort das Museum. In ständigen und Sonderausstellungen werden die bemerkenswerten musealen Bestände der Öffentlichkeit präsentiert. Der Besucher kann über die Stadtgeschichte und Perleberger Kuriositäten kurzweilige Informationen bekommen. Die Stadtinformation befindet sich im restaurierten Wallgebäude ebenfalls in Marktnähe.


