Online-Visitenkarte - Höxter

Höxter- im Herzen des Weserberglandes
Die Kreisstadt Höxter mit ihrer historischen Altstadt, 12 liebevoll gepflegten Dörfern im Flußtal der Weser und in den bewaldeten Hügeln des Weserberglandes, ist nicht nur eine beliebte Fremdenverkehrsregion. Ein breit gefächerter attraktiver Einzelhandel, vielseitige Dienstleistungsbetriebe vom Gesundheitswesen bis zu allen Sparten des Handwerks, Behörden und Bundeswehr, Hochschuleinrichtungen und eine weltoffene mittelständische Industrie prägen das Bild dieser Stadt. In den vergangenen Jahren entwickelte sich Höxter zudem zu einem Kreuzungspunkt für Fahrradtouristen, da die überregionalen Radwege R 1 (Niederlande-Münster-Höxter-Staßfurt) und R 99 von Hann.Münden bis Bremerhaven sich in Höxter begegnen. Die überregionalen Radwege werden durch ein gut ausgebautes regionales Netz im Kreis Höxter sowie im Stadtgebiet ergänzt. Direkt am R 99 liegt die Freizeitanlage Höxter-Godelheim. Aus einer Perlenkette zahlreicher Kiesseen zwischen der Kernstadt und der Ortschaft Godelheim hat die Stadt Höxter in reizvoller Lage an der Weser eine öffentliche Freizeitanlage ausgebaut. Mit einer Wasserfläche von etwa 70 ha, einem Badestrand mit sanft abfallendem Ufer und vielen anderen Attraktionen stellt sie einen beliebten Anziehungspunkt für Besucher und Bürger der Region dar.
Höxter kann auf eine über 1.175-jährige Geschichte zurückblicken. Damit zählt Höxter zu den ältesten Städten in Norddeutschland. Die Anlage einer Siedlung wurde durch eine weitgehend hochwasserfreie Lage in der Weserniederung und eine in der Nähe aufgestellte Furt begünstigt. Über die Furt führte eine wichtige Handelsroute, der westfälische Hellweg, der in Höxter die Weser querte. Bereits um 800 bestand eine Missionskirche, die dem Hl. Kilian geweiht war.

Ins Licht der schriftlichen Überlieferung tritt die Stadt Höxter im Zusammenhang mit der Gründung der nahegelegenen Reichsabtei Corvey. Kaiser Ludwig der Fromme erwarb die bereits bestehende villa hucxori und übertrug sie 823 gemeinsam mit der marca hucxori an das Kloster. In der Folgezeit wurde Corvey zur bedeutendsten Abtei in Norddeutschland. 833 erhielt Corvey das älteste überlieferte Münzprivileg östlich des Rheins, mit dem die Gründung eines Marktes als Warenumschlagplatz einher ging. Dieser Markt befand sich nach neueren Forschungen an der Furt in Höxter.
Die Entwicklung Höxters ist eng mit der Bedeutung des westfälischen Hellweges verknüpft, einer Fernhandelsstraße, die Aachen und das Rhein-Maas-Gebiet mit den Silbergruben in Goslar und Magdeburg verband. 1115 wird erstmals eine Brücke überliefert, der erste feste Weserübergang überhaupt. Auf dem dazugehörigen Markt wurden Fernhandelswaren verkauft, die über den Hellweg in die Stadt gelangten. Höxters aufstrebende Entwicklung im frühen 12. Jahrhundert geht mit einer letzten geistigen Blüte der Reichsabtei Corvey einher. 1152 wird die erste Stadtbefestigung überliefert.
Mit dem Ausbau der Siedlung kam es zur Ausbildung einer kommunalen Selbstverwaltung. 1206 wird die Existenz von Schöffen überliefert, 1224 höxtersche Münze, 1235 erstmalig ein Rat. Um 1250 übernahmen Rat und Gemeinheit von Höxter das Dortmunder Stadtrecht. Etwa gleichzeitig wurde anstelle eines älteren Vorgängerbaues, der als Markthalle angesprochen werden kann, das Rathaus auf dem Brückenmarkt errichtet. Die politische Ordnung des Gemeinwesens wurde von wenigen organisierten Berufsgruppen bestimmt. Die Wahlordnung des höxterschen Rates nennt 1314 Wandschneider, Kürschner, Wollweber, Schuster, Bäcker, Knochenhauer und Schmiede als politisch privilegierte Gilden, die den Rat wählen.

Seit dem 13. Jahrhundert gelang es den Bürgern, sich zunehmend aus der Landesherrschaft des Corveyer Abtes zu befreien. Gleichzeitig veränderten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erheblich, da die Hellwegstraße über Höxter zugunsten neuer Brückenorte zunehmend an Bedeutung verlor. Die Stadt wandelte sich vom Fernhandelsplatz zum regionalen Marktort, der die umliegenden Dörfer versorgte.
1533 schlossen sich die Bürger der Reformation an, während der Corveyer Abt und die umliegenden Orte katholisch blieben. In dieser Epoche geistiger Neuorientierung und weitreichender städtischer Autonomie entstanden zahlreiche prächtige Fachwerkbauten der Weserrenaissance, die das Bild Höxters bis heute prägen.
Im 30-jährigen Krieg wurde Höxter als Brückenort von allen kriegführenden Mächten besetzt oder erobert. Den traurigen Höhepunkt bildete das sogenannte „Blutbad von Höxter“, dem 1634 etwa 1500 Einwohner zum Opfer fielen. 1673 zerstörten französische Truppen die Weserbrücke, die erst im
19. Jahrhundert wieder aufgebaut werden konnte.
Bis 1803 war Höxter Hauptstadt des Territoriums der reichsunmittelbaren Fürstabtei Corvey. Nach der Auflösung der geistlichen Fürstentümer gelangte Höxter zunächst unter Nassau-Oranische Herrschaft, um 1809 dem neu gegründeten Königreich Westfalen unter Napoleons Bruder Jerome zugeschlagen zu werden. Auf dem Wiener Kongreß wurde das einstige Fürstentum Corvey mit Höxter dem Königreich Preußen zugesprochen. Höxter wurde Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.

Mitte des vorigen Jahrhunderts etablierten sich neue Gewerbe- und Industriebetriebe. Die Bebauung durchbrach erstmalig die Grenzen der mittelalterlichen Stadtmauer. Gleichzeitig wurden mit dem König-Wilhelm-Gymnasium und der ersten preußischen Baugewerkschule, aus der die heutige Universität hervorging, überregional bedeutende Bildungseinrichtungen errichtet.
1970 wurde durch den Zusammenschluß der Kernstadt mit den umliegenden Ortschaften des Amtes Höxter-Land und der Gemeinde Bruchhausen die Großgemeinde Höxter mit etwa 35.000 Einwohnern geschaffen. Heute ist Höxter als Kreisstadt des gleichnamigen Kreises und Universitätsstandort ein wichtiges Mittelzentrum der Oberweserregion.
Höxter unterhält Städtepartnerschaften zur französischen Stadt Corbie/Somme und zur englischen Stadt Sudbury. Regelmäßige gegenseitige Besuche haben die Partnerschaft zu einer tiefen Freundschaft werden lassen.
Bei den Kommunalwahlen 2004 kam es zu folgender Sitzverteilung im Rat:
CDU 23 Sitze, SPD 12 Sitze, UWG 4 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 3 Sitze und F.D.P. 2 Sitze.
Zum Bürgermeister wurde erneut Hermann Hecker (CDU) gewählt.
Weitere Informationen zur Stadt Höxter sind im Internet zu finden unter www.hoexter.de.


