Online-Visitenkarte - Helmstedt

Fernhandel und Gewerbe machten Helmstedt im Spätmittelalter zu einer bedeutenden Stadt des Landes. Sie übernahm mehrfach die Führung in den Niedersächsischen Städtebünden und gehörte mindestens zwischen 1426 und 1518 der Hanse an. Großen Aufschwung nahm Helmstedt nach Gründung der Universität 1576 durch den Braunschweiger Herzog Julius. Berühmte Professoren wie Conring, Caselius, Beireis, Calixt Fabricius und Mosheim folgten dem Ruf nach Helmstedt und begründeten den herausragenden Ruf seiner Universität in Forschung und Lehre.
Das heutige Stadtbild Helmstedts wird geprägt durch die gewachsene Struktur seines Grundrisses, durch seine bewegte innerörtliche Topographie und durch seine Anzahl schöner Bauwerke aus einer wechselvollen Geschichte. Lassen Sie sich daher bei einem Rundgang durch die Altstadt vom historischen Ambiente verzaubern und entdecken Sie im Zentrum zahlreiche Professoren- und Fachwerkhäuser aus vergangenen Jahrhunderten. Bewundern Sie auch das Juleum, den palastartigen Renaissancebau der einstigen Helmstedter Universität sowie die großen Klosterkirchen in und um Helmstedt.

Genießen Sie im nahegelegenen Brunnental herrliche Wanderwege, Teiche und Parkanlagen des Naturparks Elm-Lappwald. Der staatlich anerkannte Erholungsort Bad Helmstedt bietet in der Nachfolge eines ehemaligen Heilbades eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten, die vom Waldspaziergang über Kneippkuren bis hin zum Besuch des im Wald gelegenen Brunnentheaters reichen.

Eine Innovationskeimzelle für die gesamte Region ist das Technologiezentrum „Deutsche Technische Akademie“ Helmstedt. Hochspezialisierte Ingenieurleistungen verschiedener Firmen lassen sich leicht zu einer Entwicklungskette kombinieren und bieten so komplexes Know-How aus einer Hand. Beispielhafte Ergebnisse entstehen aus den Bereichen Fertigungsmesstechnik, computergesteuerte 3-dimensionale Konstruktion, Kalibriertechnik, Rapid Prototyping Methoden, elektrische Messtechnik und Mikrobiologie. Zum Technologiezentrum gehört auch eine Fachschule für Kommunikationselektronik, um die Ausbildung des technischen Nachwuchses zu sichern.

Wo lässt sich besser über das Zusammenwachsen Deutschlands nachdenken als dort, wo die einstige Spaltung zu spüren war? Das Projekt “Grenzenlos-Wege zum Nachbarn” verbindet die lebendige Erinnerung an die Grenze und den intellektuellen Disput über Probleme und Chancen der Ost-West-Annährung sowie die Überwindung von Grenzen in den Köpfen der Menschen. “Grenzenlos-Wege zum Nachbarn” wurde am 7. November 1997 als “Projekt EXPO 2000” registriert. Die entsprechende Rundfahrt umfasst neben dem Besuch des Zonengrenz-Museums Helmstedt und des Grenzdenkmals in Hötensleben auch eine Besichtigung des Grenzdenkmals Deutsche Teilung Marienborn.
Grenzenlos heißt auch: Vorträge, Diskussionen, Gedankenaustausch über alle Fragen des Zusammenwachsens von Ost und West. Teil des Konzeptes sind deshalb die jährlich stattfindenden Universitätstage anlässlich des Tages der Deutschen Einheit. Im Hauptgebäude der früheren Universität - dem Juleum - treffen Wissenschaftler und Politiker aus ganz Deutschland zusammen. Die Vergangenheit der Teilung begreifen, um Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft aufzuzeigen ist das Anliegen von „Grenzenlos - Wege zum Nachbarn“.


