Sie sind hier :
  1. Die Hansestädte
  2. Hamm
Sprachauswahl - Select language

Hansischer Städteführer Hamm

Adresse
Stadt Hamm
, Rathaus, Theodor-Heuss-Platz 16, 59065 Hamm
Tel.: 02381/17 - 0
Internet: www.hamm.de; www.verkehrsverein-hamm.de
E-mail: info@stadt.hamm.de

I. Die Stadt

Glaselefant

Glaselefant

Stadtgründung am 4. März 1226 durch Graf Adolf von der Mark im Winkel von Ahse und Lippe. Mitglied der Hanse seit dem 15. Jahrhundert. Nach dem territorialen Verbund von Kleve, Mark und Ravensburg Übernahme der Grafschaft Mark mit der Hauptstadt Hamm 1609 bzw. endgültig 1666 durch das Kurfürstentum Brandenburg, preußische Westprovinz. 1767 wird die "Gräflichen Kammerdeputation" als eigene Landesbehörde in Hamm gebildet. Diese wird 1787 zur eigenständigen Kriegs- und Domänenkammer erhoben, Kammerpräsident ist von 1788 bis 1796 Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom und zum Stein. 1792/94 ist die Stadt Exilort der royalistischen Emigration aus dem revolutionären Frankreich mit den späteren Königen Louis XVIII und Charles X. Nach der napoleonischen Interimsphase ab 1815 ist Hamm zugehörig zur Provinz Westfalen. 1818 ist die Stadt mit 4.688 Einwohnern immer noch eine Kleinstadt.

Pauluskirche

Pauluskirche

Nachdem die Stadt die Zahl von 30.000 Einwohnern überschritten hat, scheidet sie am 1. April 1901 aus dem Landkreis Hamm aus und bildet einen eigenen Stadtkreis. Städtische Gebietserweiterungen durch kommunale Neugliederungen 1939, 1968 und 1975. Funktionale Ausdifferenzierung der ursprünglichen Ackerbürgerstadt zum modernen Dienstleistungszentrum und Industriestandort durch Ansiedlung von Schulen (Gymnasium illustre, 1657), Behörden (Appellationsgericht, 1820, später OLG), Verkehrsanbindung (Eisenbahn, 1847), Industrie (Drahtindustrie im 19. Jahrhundert) und Bergbau nach der Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert. 1882 Gründung von Bad Hamm, zum 1. Januar 1975 Zusammenschluss der Kernstadt mit Bockum-Hövel, Heessen, Pelkum, Rhynern, Uentrop zur Großstadt Hamm mit 178.904 Einwohnern.

II. Die Überlieferung

Das Archiv

Stadtarchiv Hamm, Technisches Rathaus, Gustav-Heinemann-Str. 10, 59065 Hamm
Tel. 02381/17 5850; Fax 02381/17 2943
E-mail: Stadtarchiv@stadt.hamm.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.30-12.30; Mi 14.00-15.30
Die Bestände umfassen zur Zeit etwa 2.263 laufende Meter Akten, Bücher, Zeitungen, Pläne, Fotos und andere Sammlungen. 1741 verbrannten die Bestände des Stadtarchivs bei dem großen Stadtbrand und damit auch die Überlieferungen zur hansischen Geschichte. Infolge von Stadtbränden und Kriegseinwirkungen ist das historische Archiv der Stadt Hamm weitgehend verloren gegangen. Für die Kernstadt Hamm beginnt daher die Überlieferung im wesentlichen erst ab der Mitte des 20. Jahrhunderts.

Infolge der kommunalen Neuordnungen verwahrt das Hammer Stadtarchiv auch die Archive der ehemaligen Städte und Gemeinden Bockum-Hövel, Heessen, Pelkum, Rhynern und Uentrop. Bis auf den Archivbestand Bockum-Hövel beginnen diese Bestände im wesentlichen um 1800. Weiter werden zahlreiche Nachlässe und Deposita hier verwahrt, insbesondere auch das Archiv des Familienverbandes derer von Kleist bestehend aus Archivalien, Bücher, Fotografien, Gemälden und Objekten. Die Bestände sind über maschinenschriftliche Findbücher und -karteien erschlossen.

Literatur und Präsentation

Josef Lappe: Hamm und die Hansa. In: 700 Jahre Stadt Hamm (Westf.). Festschrift zur Erinnerung an das 700jährige Bestehen der Stadt. Hamm (Westf.) 1926, S. 63-66

Johann Henrich Asbeck: Das Denckenswürdige von der Stadt Hamm, Stück 1-2. Hamm 1756

Johann Anton Arnold Möller: Kurze Historisch-Genealogisch-Statistische Geschichte der Hauptstadt Hamm, und, der ursprünglichen Entstehung der Grafschaft Mark, nebst einigen Berichtigungen. Hamm 1803

Moritz Friedrich Essellen: Beschreibung und kurze Geschichte des Kreises Hamm und der einzelnen Ortschaften in demselben. Hamm 1851

700 Jahre Stadt Hamm (Westf.), Festschrift zur Erinnerung an das 700jährige Bestehen der Stadt Hamm. Hrsg. vom Magistrat der Stadt Hamm (Westf.). Hamm (Westf.) 1926

750 Jahre Stadt Hamm. Hrsg. im Auftrag der Stadt Hamm von Herbert Zink. Hamm 1976

Geschichte der Stadt und Region Hamm im 19. und 20. Jahrhundert. Mit Beiträgen von Wilhelm Ribhegge, Eva-Maria Schönbach, Manfred Witt. Hrsg. im Auftrag der Stadt Hamm von Wilhelm Ribhegge. Düsseldorf 1991


Das Gustav-Lübcke-Museum Hamm präsentiert in der Dauerausstellung die Entwicklung der Stadtgeschichte.

In der Karte

Zahlen und Fakten

Gründung 04.03.1226
Wahrzeichen größter Glaselefant der Welt im Maximilianpark, Pauluskirche
Geographische Lage nördliche Breite, 51° 40' 57" östliche Länge, 7° 49' 13"
Nächstgelegene, größere Dortmund
Einwohner 180.000
Verkehrsverbindungen BAB A1 (E37), A2 (E34), ICE, Flugplatz Hamm (nächste Flughäfen: Dortmund, Münster/Osnabrück, Paderborn/Lippstadt), Datteln-Hamm-Kanal (zweitgrößter Binnenhafen NRW’s)
Internationale Events Tempelfest, Hammer Summer, Stunikenmarkt, Hamm kulinarisch
Partnerstädte Afyonkarahisar (Türkei), Bradford (Großbritannien), Chattanooga (USA), Kalisz (Polen), Mazatlan (Mexico), Neufchateau (Frankreich), Oranienburg, Santa Monica (USA), Toul (Frankreich)
Intern. Mitgliedschaften DIE HANSE

Projekte der Hanse

Hanse Wirtschaftskooperationsdatenbank

Sponsoren