Stadtgründung am 4. März 1226 durch Graf Adolf von der Mark im Winkel von Ahse und Lippe. Mitglied der Hanse seit dem 15. Jahrhundert. Nach dem territorialen Verbund von Kleve, Mark und Ravensburg Übernahme der Grafschaft Mark mit der Hauptstadt Hamm 1609 bzw. endgültig 1666 durch das Kurfürstentum Brandenburg, preußische Westprovinz. 1767 wird die "Gräflichen Kammerdeputation" als eigene Landesbehörde in Hamm gebildet. Diese wird 1787 zur eigenständigen Kriegs- und Domänenkammer erhoben, Kammerpräsident ist von 1788 bis 1796 Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom und zum Stein. 1792/94 ist die Stadt Exilort der royalistischen Emigration aus dem revolutionären Frankreich mit den späteren Königen Louis XVIII und Charles X. Nach der napoleonischen Interimsphase ab 1815 ist Hamm zugehörig zur Provinz Westfalen. 1818 ist die Stadt mit 4.688 Einwohnern immer noch eine Kleinstadt.
Hansischer Städteführer Hamm
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I. Die Stadt

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Nachdem die Stadt die Zahl von 30.000 Einwohnern überschritten hat, scheidet sie am 1. April 1901 aus dem Landkreis Hamm aus und bildet einen eigenen Stadtkreis. Städtische Gebietserweiterungen durch kommunale Neugliederungen 1939, 1968 und 1975. Funktionale Ausdifferenzierung der ursprünglichen Ackerbürgerstadt zum modernen Dienstleistungszentrum und Industriestandort durch Ansiedlung von Schulen (Gymnasium illustre, 1657), Behörden (Appellationsgericht, 1820, später OLG), Verkehrsanbindung (Eisenbahn, 1847), Industrie (Drahtindustrie im 19. Jahrhundert) und Bergbau nach der Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert. 1882 Gründung von Bad Hamm, zum 1. Januar 1975 Zusammenschluss der Kernstadt mit Bockum-Hövel, Heessen, Pelkum, Rhynern, Uentrop zur Großstadt Hamm mit 178.904 Einwohnern.
II. Die Überlieferung
Das Archiv
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E-mail: Stadtarchiv@stadt.hamm.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.30-12.30; Mi 14.00-15.30
Infolge der kommunalen Neuordnungen verwahrt das Hammer Stadtarchiv auch die Archive der ehemaligen Städte und Gemeinden Bockum-Hövel, Heessen, Pelkum, Rhynern und Uentrop. Bis auf den Archivbestand Bockum-Hövel beginnen diese Bestände im wesentlichen um 1800. Weiter werden zahlreiche Nachlässe und Deposita hier verwahrt, insbesondere auch das Archiv des Familienverbandes derer von Kleist bestehend aus Archivalien, Bücher, Fotografien, Gemälden und Objekten. Die Bestände sind über maschinenschriftliche Findbücher und -karteien erschlossen.
Literatur und Präsentation
Josef Lappe: Hamm und die Hansa. In: 700 Jahre Stadt Hamm (Westf.). Festschrift zur Erinnerung an
das 700jährige Bestehen der Stadt. Hamm (Westf.) 1926, S. 63-66
Johann Henrich Asbeck: Das Denckenswürdige von der Stadt Hamm, Stück 1-2. Hamm 1756
Johann Anton Arnold Möller: Kurze Historisch-Genealogisch-Statistische Geschichte der Hauptstadt Hamm, und, der ursprünglichen Entstehung der Grafschaft
Mark, nebst einigen Berichtigungen. Hamm 1803
Moritz Friedrich Essellen: Beschreibung und kurze Geschichte des Kreises Hamm und der
einzelnen Ortschaften in demselben. Hamm 1851
700 Jahre Stadt Hamm (Westf.), Festschrift zur Erinnerung an das 700jährige Bestehen der Stadt
Hamm. Hrsg. vom Magistrat der Stadt Hamm (Westf.). Hamm (Westf.)
1926
750 Jahre Stadt Hamm. Hrsg. im Auftrag der Stadt Hamm von Herbert Zink. Hamm 1976
Geschichte der Stadt und Region Hamm im 19. und 20. Jahrhundert. Mit Beiträgen von Wilhelm Ribhegge, Eva-Maria Schönbach, Manfred
Witt. Hrsg. im Auftrag der Stadt Hamm von Wilhelm Ribhegge.
Düsseldorf 1991
Das Gustav-Lübcke-Museum Hamm präsentiert in der Dauerausstellung die Entwicklung der
Stadtgeschichte.


