Brügge ist ein Verkehrsknotenpunkt für Straße und Schiene. Kanäle verbinden die Stadt mit Ostende, Gent und dem Hafen von Zeebrügge. Wichtigste Industriezweige sind Textilienherstellung, chemische Produktion, Brauereien und Schiffsbau. Der Tourismus und der Hafen sind die größte Wirtschaftssektoren Brügges. Auch die Brügger Spitze ist weltweit bekannt. Unter den vielen mittelalterlichen Gebäuden sind die Tuchhallen mit einem 83 Meter hohen Glockenturm aus dem 13.Jh. zu nennen; die Salvatorkirche (13.-14.Jh.); die H.Blutkapelle (12.Jh.); das Johanneshospital (12.Jh.); die Liebfrauenkirche (13.Jh.) mit dem 122 Meter hohen backsteinernen Turm, und das gotische Rathaus aus dem 14.Jh., eines der ältesten Rathäuser in Belgien.
Online-Visitenkarte - Brügge


Zu den Kunstschätzen der Stadt gehören die Marmorstatue Jungfrau
und Kind, die Michelangelo zugeschrieben wird, und Gemälde von den
Flämischen Meistern Hans Memling und Jan van Eyck. Natürlich darf
man auch den Beginenhof, das Liebesmeer und die vielen Kanäle nicht
vergessen. Im Jahre 2000 wurde die ganze Innenstadt von Brügge in
die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO Konvention aufgenommen.
Und 2002 war Brügge, zusammen mit der spanischen Stadt Salamanca,
Kulturhauptstadt Europas.

Im Mittelalter (13. bis 15.Jh.) spielte Brügge eine führende Rolle
auf der europäischen Ebene. Dank ihrer direkten Verbindung zum Meer
wurde sie die Drehscheibe des westeuropäischen Handelsverkehrs. Das
flämische Qualitätstuch war das wichtigste Exportprodukt. Die
Händler der nördlichen Gebiete trafen die Vertreter der
Handelsnationen aus dem Süden. Das Hansekontor Brügges war eins der
bedeutendsten Kontore der Hanse. Die Spuren der kaufmännischen
Tätigkeit sind heute noch im Stadtbild erkennbar und Brügge erweist
noch immer die Gastfreundschaft, die sie dem Jahrhundertelangen
Umgang mit verschiedenen Nationalitäten verdankt


