Der Osnabrücker Bischof Benno I. (1052-1068) errichtete in Iburg auf den Resten einer Burganlage aus dem 9./10. Jh. einen Wohnturm. Diesen baute sein Nachfolger Bischof Benno II. (1068-1088) zur bischöflichen Residenz aus und errichtete auf dem Bergsporn auch eine Benediktinerabtei. Es entstand so eine Doppelanlage von Residenz und Kloster. Die Iburg war die wichtigste Landesburg der Osnabrücker Bischöfe vom 11. bis ins 17. Jh. Ihre günstige Lage am Schnittpunkt des wichtigen Haupthandelsweges vom Norden über den Pass des Teutoburger Waldes und Iburg in Richtung Rhein-Main-Gebiet mit der Ost- West- Verbindung von Paderborn nach Rheine war nicht nur für die Verteidigung und Festigung des südlichen Fürstbistums, sondern auch für die durchreisenden Kaufleute vorteilhaft.
Im Laufe der Zeit ließen sich immer mehr Menschen (Bedienstete von Burg und Kloster, Handwerker, Kaufleute usw.) am Burgberg nieder. Die entstandene Siedlung wurde Mitte des 13. Jh. durch den Fürstbischof befestigt und erhielt gewisse Stadtrechte. Nachdem bereits 1359 die Zusammenfassung von Burg und Bürgerschaft zu einem Rat mit gemeinsamer Verfassung erfolgt war, ließ der Fürstbischof Konrad III. (1455-1482) den Flecken mit Mauern umgeben und mit drei Toren versehen. Im 30jährigen Krieg wurde der Flecken 1633 durch schwedische Truppen besetzt; Burg und Kloster wurden Gustav Gustavson geschenkt. Erst 1645 konnten die Benediktiner ihr Kloster zurückkaufen. Der Flecken erhielt 1657 das Privileg zur Abhaltung eines Jahrmarktes.





