5. Tag der internationalen Hanse in Stade am 17. Mai 2008
Erlebnisführung und „Schätze im Schlick“, Schwedenspeicher bis 22 Uhr geöffnet!
Stade. Auch Stade ist dabei: Am kommenden Samstag, 17. Mai 2008, wird
in vielen europäischen Hansestädten zum fünften Mal der „Tag der
internationalen Hanse“ gefeiert.
Erlebnisgästeführer in Stade
Auf dem Veranstaltungsprogramm in Stade stehen dabei Veranstaltungen
rund um die Ausstellung „Schätze im Schlick“ im Vordergrund. Außerdem
wird erstmalig in dieser Saison die Erlebnisführung „Auf den Spuren der
Hanse“ wieder öffentlich aufgeführt. Mit dieser Erlebnisführung lässt
Stade die Hansegeschichte der Stadt wieder lebendig werden. Bei einer
inszenierten Stadtführung unter dem Motto "Auf den Spuren der Hanse"
werden rund 350 Jahre Hansegeschichte Stades unterhaltsam dargeboten.
Die Gäste erwartet bei dem geführten Stadtrundgang die Begegnung mit
acht unterschiedlichen Figuren in historischen Gewändern, die ein Stück
ihres Lebens zur Hansezeit preisgeben. So erzählt eine Schiffersfrau,
wie Stades Hansehafen "vor 20 Jahren" entstand. Edle Tuche werden auf
dem Markt angepriesen werden und der Stadtschreiber verkündet wie
alljährlich vor dem Rathaus - in der "Bursprake" – die „Pflichten des
Volkes“. Geklärt werden auch die Fragen, ob "Bademutter Ursula" Bruder
Johann zu einem Bad im Zuber überreden kann und warum
Tuchhändler-Gemahlin "Margerethe" den Ausschluss Stades aus der Hanse
gar nicht so schlimm findet.
Die Erlebnisführungen werden am Sonnabend, 17. Mai 2008, um 14.00 Uhr
zum Preis von 8,50 Euro angeboten. Treffpunkt der Führung ist die
Tourist-Information am Hafen. Die Teilnehmerzahl ist auf 35 Personen
pro Führung begrenzt. Eine Anmeldung im Vorfeld bei der STADE
Tourismus-GmbH, Tourist-Information am Hafen, Hansestraße 16, 21682
Stade, Tel. 04141-409170, ist deshalb erforderlich.
Anlässlich des „Tags der internationalen Hanse“ wird es erstmals ein
Abendprogramm in der Sonderausstellung "Schätze im Schlick" im
Schwedenspeicher-Museum geben.
Der Schwedenspeicher hat an diesem Tag seine Türen bis abends um 22 Uhr
geöffnet, um die sehr erfolgreich laufende Sonderausstellung zu zeigen.
Die Hafenfunde aus der Hansestadt Stade gehören zu den bedeutendsten
Fundkomplexen ihrer Art. Die Schätze dokumentieren weit reichende
Handelsbeziehungen und erinnern daran, dass Stade einstmals bedeutender
war als Hamburg. Sie stammen aus Grabungen, die 1989 von Archäologen am
Grund des Stader Hansehafens durchgeführt wurden und damals schon für
Aufsehen sorgten. Ein Teil der Funde wird derzeit im Schwedenspeicher
in außergewöhnlicher Form präsentiert. Statt in Vitrinen werden die
Funde in umgebauten Weinfässern gezeigt. Die interaktiven Elemente
(Rechenbrett, Armbrustschiessen, Wachstafel oder Grabungssituation für
Kinder und Erwachsene) finden bei den Besuchern besonders guten
Anklang.
Zusätzlich zur Ausstellung werden an diesem Tag von 18 Uhr bis 22 Uhr
zu jeder halben Stunde fast vergessene Handwerkstechniken wie die
Brettchenweberei, Arbeit mit der Handspindel und das Nadelbinden
vorgeführt. Besonders Interessierte können tagsüber an einem
archäologischen Creativkurs zu diesem Thema teilnehmen.
Der „Tag der internationalen Hanse“, der vom Hansebund der Neuzeit
initiiert wurde, dient dazu, das Bewusstsein als Hansestadt zu pflegen
oder neu zu entdecken. Am 17. Mai 2006 begeht jede Hansestadt für sich
- und doch alle Mitgliedsstädte gemeinsam - diesen Festtag.
Ausstellungen, Stadtführungen und Aktionen rund um das Thema Handel
sollen den Geist der Hanse wieder lebendig machen – damit sich die
Menschen an die Hansegeschichte ihrer Stadt erinnern und zugleich ein
Gefühl dafür entwickeln, in einer Stadt zu leben, die auch heute noch
Handelsstadt in einem europäischen Netzwerk ist.
Weitere Infos auch im Internet unter www.stade-tourismus.de.