Schon das Mühlhäuser Rechtsbuch, einer der ältesten Gesetzestexte
in deutscher Sprache, dokumentierte um 1220 jüdische Einwohner in
der Reichsstadt Mühlhausen. Eine Synagoge findet um 1380
schriftliche Erwähnung. Das heute zu besichtigende Gebäude entstand
ab 1840, wurde am 09. November 1938 geschändet und nach 1945 der
Jüdischen Landesgemeinde Thüringen übergeben. Die Bemühungen zur
Erhaltung wurden im November 1998 mit der Wiederweihe gekrönt.
Synagoge und Gemeindehaus sind für Gottesdienste nutzbar, dienen
zurzeit vor allem als Begegnungsstätte mit Ausstellung (inkl.
jüdisches Kultgerät) und Bibliothek.
Mit der jüdischen Geschichte der Stadt Mühlhausen beschäftigt sich,
die am 11.04.2010 von der Tourist Information Mühlhausen angebotene
Sonderführung, die eine Besichtigung der Mühlhäuser Synagoge
beinhaltet.
Treffpunkt ist 14:00 Uhr in der Tourist Information, Ratsstraße 20
in Mühlhausen. Um eine Voranmeldung zur Führung wird gebeten.


