Online-Visitenkarte - Stendal
Stendal
Erste urkundliche Erwähnung als Hansestadt 1359
In Stendal, dem historischen Zentrum der Altmark, leben etwa 37.000 Einwohner. Um 1164 - nach Erteilung des Stadtrechtes durch Albrecht den Bären - entwickelte sich Stendal schnell zu einem blühenden Gemeinwesen.
Die günstige Lage an einem Kreuzungspunkt zweier Handelsstraßen sowie die Elbnähe zog alsbald Kaufleute an, die eine rege Handelstätigkeit entfalteten. Stendal wurde 1359 Mitglied der Hanse. Die Hansezeit war auch Stendals Blütezeit, sie war die reichste und schönste Stadt der Mark. Der Handel mit den Produkten der Tuchmacher und Gewandschneider, die Erteilung von Privilegien wie der Zollfreiheit und dem Münzrecht beschleunigten den Aufschwung der Stadt. Doch auch von schweren Zeiten berichten die alten Urkunden: Nach Zerwürfnissen innerhalb der Hanse und mit den Landesherren trat Stendal 1518 aus der Hanse aus.
Aus der Hansezeit sind noch zahlreiche Bauten und Kunstwerke erhalten. Hierzu gehören das Marktplatzensemble mit dem Rathaus (im Inneren befindet sich die älteste profane Schnitzwand von 1462), überragt von den Türmen der Marienkirche, das Uenglinger und das Tangermünder Tor.
Ebenfalls auf dem Markt steht ein ganz besonderes Symbol einstigen Glanzes: der Stendaler Roland von 1525, der drittgrößte Deutschlands. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist auch der Stendaler Dom St. Nikolaus mit seinen 22 Buntglasfenstern aus dem 15. Jahrhundert.
Die Marienkirche beherbergt zahlreiche Kleinodien, darunter zwei über 500 Jahre alte Glocken, die von Gerhard van Wou, dem bedeutendsten europäischen Glockengießer, gegossen wurden, ein doppelflügeliger Hochaltar von 1471, die Chorschranke mit Großplastiken aus dem 13. Jahrhundert, eine funktionstüchtige astronomische Uhr von 1580 und eine Scherer-Orgel.
Radwanderwege und Reittouristik führen über wunderschöne Alleen durch farbenprächtige Wälder, vorbei an Flüssen und Wiesen zu idyllischen Orten, Schlössern und Windmühlen.
