Online-Visitenkarte - Gardelegen
Gardelegen - die traditionsreiche Hopfen- und Bierbrauerstadt
Um eine im 11. Jahrhundert errichteten Burg entstand die ursprüngliche Siedlung, deren frühester Nachweis als Landstadt auf das Jahr 1196 zurückgeht. Sie wurde an einer Furt, am Zusammenfluss der Flüsse Milde und Lausebach, erbaut.
Schwerpunkt war der Handel mit Getreide und anderen Agrarprodukten. Hinzu kam das typische Gardelegener Produkt: Hopfen und später das Garley-Bier.
Gardelegen und die Hanse
Die Stadt Gardelegen erlebte im ausgehenden Mittelalter eine Blütezeit, wie sie sie nach dem Dreißigjährigen Krieg für Jahrhunderte nie wieder erreichen sollte.
Vielfältig sind die noch vorhandenen steinernen Zeugnisse, die ihren Ursprung in der Blütezeit von Handel, Handwerk und Hanse im späten Mittelalter haben:
- Zwei gotische Backsteinkirchen mit dazugehörigen wertvollen christlichen Kunstgegenständen.
- Ein repräsentatives Rathaus gotischen Ursprungs, dessen Fassade von den Wappen der altmärkischen Hansestädte geschmückt wird.
- Reste der umfangreichen ehemaligen Stadtbefestigungsanlagen mit dem mächtigen Salzwedeler Tor.
- Eine geschlossene Altstadt, die zwar mehrfach Opfer der Flammen wurde, deren Grundriss aber noch heute das mittelalterliche Stadtbild erkennen lässt. Unter vielen der alten Bürgerhäuser befinden sich die noch gut erhaltenen Gewölbekeller der einstmals mehr als 200 Braustätten in der Stadt.
Gardelegens historisches Erbe – noch heute erlebbar
Die „Wallanlagen“- ein ringförmig um die Altstadt gehender Park mit einer über 100jährigen Lindenallee, mit Resten der historischen Befestigungsanlage, Stadtgraben, Mauerresten ehemaliger Wachtürme und der 3 Stadttore, ist ein besonderer Anziehungspunkt für alle Gardelegener und ihre Besucher. In den letzten Jahren sind der Park und die historischen Bauwerke aufwendig restauriert und rekonstruiert worden. Seit 2004 gehören die Wallanlagen zum denkmalpflegerischen Landesprojektes „Gartenträume –historische Parks in Sachsen-Anhalt“.
Den dreieckigen Marktplatz, an dem sich zur Hansezeit zwei bedeutende Handelsstraßen kreuzten, ziert als Symbol der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit seit 2002 wieder ein steinerner Roland, nachdem sein Vorgänger im Jahre 1727 zusammengefallen war.
Aber auch Zeugnisse der jüngeren Geschichte werden liebevoll bewahrt, wie z.B. das Andenken an den wohl bekanntesten Gardelegener Bürger, den Humoristen Otto Reutter (1870-1931).
Besondere Ziele in der Umgebung
Die waldreiche Umgebung der Stadt bietet deshalb viele Ausflugsmöglichkeiten in die Natur, wie zum Beispiel ins Gebiet um Lindenthal oder in die offene Heidelandschaft an den Kellerbergen bei Kloster-Neuendorf.
Ein Gutspark in Weteritz als dendrologisches Kleinod mit vielen alten, teils auch exotischen Gehölzen, liegt wenige Kilometer westlich der Stadt.
Im nahe gelegenen Kloster-Neuendorf befindet sich das ehemalige Zisterzienser-Kloster mit einer gotischen Backsteinkirche und wertvoller mittelalterlicher Glasmalerei.
